ALTANA

Sicherheit und Gesundheit

ALTANA setzt auf eine einheitliche Sicherheitskultur. Technische und organisatorische Maßnahmen sowie Schulungen tragen dazu bei, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und das Thema fest im Bewusstsein der Belegschaft zu verankern. Vorrangiges Ziel ist es, die Anzahl von Unfällen zu senken. Wir arbeiten stetig daran, Gefahren zu minimieren und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter zu verbessern.

Arbeitssicherheit im Fokus

Für ALTANA stehen Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft an erster Stelle. Unterschiedlichste technische und organisatorische Maßnahmen, die jeweils auf die Produktionsbedingungen der Standorte sowie auf die dort geltenden Gesetze und Vorschriften abgestimmt sind, sollen die Mitarbeiter vor Gefährdungen schützen. Darüber hinaus setzt ALTANA für das Erreichen einer einheitlichen Sicherheitskultur Trainings und weitere Maßnahmen ein.

Seit 2007 nutzt ALTANA den Work Accident Indicator (WAI) als wichtigste Kennzahl, um die Entwicklung der Arbeitssicherheit an allen Standorten zu beobachten und kontinuierlich zu verbessern. Der Indikator zeigt die Zahl der Arbeitsunfälle beziehungsweise der Ausfalltage an und setzt sie in Beziehung zu den insgesamt geleisteten Arbeitsstunden. Auf der Grundlage dieser Daten legt der ALTANA Vorstand zusammen mit dem Fachbereich EH&S für jedes Jahr drei WAI-Werte als Ziele fest, die für alle Gesellschaften in der ALTANA Gruppe gelten.

Im Berichtsjahr 2018 gab es wie in den Jahren zuvor keinen tödlichen Unfall. Einzelne Standorte haben bemerkenswerte Ergebnisse in Bezug auf ihre Arbeitssicherheit erzielt. So haben beispielsweise BYK Tongling und ELANTAS Beck India an den Standorten Ankleshwar und Pimpri 2018 keine unfallbedingten Ausfallzeiten seit mehr als zehn Jahren zu verzeichnen. Seit mehr als sechs Jahren unfallfrei sind die Standorte ECKART Zhuhai (acht Jahre), ACTEGA Rhenacoat und ELANTAS Tongling (jeweils sieben Jahre) sowie ACTEGA Foshan (sechs Jahre). 

Insgesamt konnte ALTANA bei allen drei Unfallkennzahlen (WAI 1, WAI 2 und WAI 3) eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erzielen, jedoch konnten die selbst gesetzten Ziele im Berichtsjahr nur teilweise erreicht werden. Fortschritte konnten insbesondere bei den Unfällen mit längerfristigen Ausfalltagen erzielt werden. Die Analysen der Unfälle zeigen, dass diese auf technische und organisatorische, vor allem aber auf verhaltensbasierte Ursachen zurückzuführen sind. 

Damit dieses Ergebnis weiter verbessert werden kann, nimmt ALTANA in Zukunft das Thema Sicherheitskultur noch stärker in den Fokus. Neben der Weiterentwicklung technischer und organisatorischer Maßnahmen sollen verhaltensbasierte Sicherheitstrainings dazu dienen, das Bewusstsein der Mitarbeiter für Sicherheitsthemen zu schärfen und 100-prozentig sicheres Handeln zu trainieren.

Ergänzend dazu hat ALTANA 2018 erstmals einen Newsletter mit dem Titel „SAFETY @ ALTANA“ allen Standorten weltweit zur Verfügung gestellt. Darin werden Unfälle mit signifikanter Häufigkeit und Relevanz, wie etwa Stolpern, Rutschen und Stürzen, thematisiert und entsprechende Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Weiterhin werden über das ALTANA Mitarbeitermagazin regelmäßig besondere Unfallereignisse vorgestellt und Strategien zu ihrer Vermeidung kommuniziert. Alle Standorte haben außerdem effiziente Prozesse für die zeitnahe Unfallanalyse etabliert, an denen Mitarbeiter und Führungskräfte beteiligt sind.

Schadensereignisse im Detail

Basierend auf der Anleitung zur Berichterstattung global harmonisierter Prozesssicherheitskennzahlen nach ICCA (International Council of Chemical Associations) und der Definition des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) sind im Berichtsjahr elf bedeutende Schadensereignisse vorgefallen (Vorjahr: 12). Dabei wurden keine Mitarbeiter verletzt. Bei diesen elf Ereignissen handelte es sich um Freisetzungen von Chemikalien. Es ergaben sich keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Im Berichtszeitraum gab es keine Brände oder Explosionen. 

Sicherheitsmaßnahmen weltweit

An den meisten Standorten wird jährlich eine Sicherheitswoche durchgeführt, zu der alle Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten eingeladen werden, sich mit dem Thema Sicherheit im Rahmen von Seminaren und Vorführungen zu befassen. Zum Beispiel wurden an verschiedenen Standorten von ELANTAS Europe, bei ACTEGA North America und bei ACTEGA do Brasil spezielle Sicherheitstrainings durchgeführt. 

Zur Vermeidung von Unfällen mit Gabelstaplern haben bereits einige Standorte ihre Fahrzeuge mit sogenannten „Blue-Lights“ ausgestattet. Die an Vorder- und Rückseite montierten Leuchten erzeugen einen intensiven blauen Lichtspot am Fußboden. Dadurch werden die Gabelstapler, vor allem in schwer einsehbaren Bereichen, von Fußgängern und den Führern anderer Fahrzeuge frühzeitig gesehen. 

Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) spielt für die Verbesserung der Sicherheitskultur bei ALTANA weiterhin eine wichtige Rolle. Mehr als 200 Ideen betrafen den Themenbereich „Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz und des Gesundheitsschutzes“. Die umgesetzten Vorschläge trugen nicht nur zur Verbesserung der ergonomischen Bedingungen und der Arbeitssicherheit bei, sondern führten darüber hinaus auch zu Kosteneinsparungen.

Sicherheitskommunikation im Fokus

Um weiterhin langfristig das Bewusstsein zum Thema ­Sicherheit zu schärfen, setzt die ALTANA Gruppe vor allem auf eine zielgerichtete Kommunikation.

BYK in Deutschland unterzeichnete bereits im vergangenen Jahr eine mehrjährige Kooperationsvereinbarung mit der BG RCI (Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie): „VISION ZERO. Null Unfälle – gesund arbeiten!“ Begleitend wurde in 2018 die Sicherheitsoffensive „Gemeinsam. Für Sicherheit. VISION ZERO“ gestartet. Alle Führungskräfte nahmen in diesem Zusammenhang an einem eintägigen Workshop teil, bei dem die sieben Erfolgsfaktoren der VISION ZERO erläutert wurden. Dabei wurde zum Beispiel der Erfolgsfaktor „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ näher betrachtet. Im Rahmen der Kooperation werden jedes Jahr gemeinsam Maßnahmen definiert und in die Praxis umgesetzt.

Am ACTEGA Standort in Grevenbroich wurde ein spezielles Coaching zum Thema „Verhaltensbasierte Sicherheitskultur“ mit einem externen Partner durchgeführt. Dieses Konzept hat das Ziel, eine nachhaltige Bewusstseinsänderung bei den Mitarbeitern herbeizuführen. Im Fokus stand, neben anderen Schwerpunkten, das Thema „eigenmotiviertes und eigenverantwortliches Handeln“. Angesichts der überaus positiven Resonanz werden wir diese oder vergleichbare Formen des Coachings auch an anderen Standorten durchführen, um das dortige Sicherheitsverhalten kontinuierlich zu verbessern. 

Gesundheitsschutz

Zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes wurden Investitionen vor allem zur Verringerung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) in der Raumluft der Produktionsgebäude durchgeführt. Hier erzielten BYK in Kempen, die ELANTAS Standorte in Hamburg, Quattordio und Zhuhai, ACTEGA in Foshan sowie ECKART am Standort Güntersthal im Berichtsjahr deutliche Fortschritte. Mithilfe von geschlossenen Systemen, optimierten Absaugeinrichtungen beziehungsweise Automatisierungsmaßnahmen konnten die entsprechenden Emissionen erheblich reduziert werden.

An mehreren Standorten wurden die ergonomischen Bedingungen verbessert. So wurden beispielhaft Lade- und Hebevorrichtungen für verschiedene Arbeitsvorgänge mit schweren Behältnissen und Apparaten an den ECKART Standorten in Painesville, Louisville, Pori und Güntersthal sowie bei ELANTAS in Quattordio errichtet. Dadurch werden manuelle Tätigkeiten reduziert und Muskel-Skelett-Erkrankungen verringert.

An vielen Standorten weltweit haben sich jährliche Gesundheitstage etabliert, an denen Mitarbeiter sich medizinisch untersuchen und über gesunde Ernährung informieren können. Zum Beispiel bietet der ELANTAS Standort in Hamburg an diesem Tag den Mitarbeitern zusätzliche Herz- /Kreislauf- und Schilddrüsen-Untersuchungen an. 

Weltweit können Mitarbeiter zudem aus einem vielseitigen Sport-, Ernährungs-, Fitness- und Entspannungsprogramm wählen, das an vielen Niederlassungen ganzjährig zur Verfügung steht.