Unser Weg zur Klimaneutralität

ALTANA stellt seine CO2-Emissionen bei Produktion und Energiebezug bis 2025 weltweit auf null. Bereits ab 2020 wird die komplette Stromversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt. Den bis 2025 nicht vermeidbaren Einsatz von Erdgas kompensiert ALTANA durch die Finanzierung gleichwertiger Klimaschutzprojekte in den Regionen, in denen die CO2-Emissionen entstehen. Das Gleiche gilt für die Kompensation von CO2-Emissionen durch notwendige Geschäftsreisen, Dienstwagen und Warentransporte. Damit erreicht der Spezialchemiekonzern bis 2025 in seinem direkten Einflussbereich Klimaneutralität.

Um die eigenen CO2-Emissionen weiter zu reduzieren, setzt ALTANA auf mehr Energieeffizienz und die Erzeugung von Strom und Wärme an seinen Standorten weltweit. Damit soll langfristig auch der Energieträger Erdgas durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Neben den bereits bestehenden Solaranlagen bei ELANTAS in Ascoli Piceno, Italien, und in den Niederlanden bei BYK in Deventer wurde eine weitere Photovoltaik-Anlage bei ELANTAS im indischen Pune in Betrieb genommen, die den Strombedarf des neuen Forschungszentrums an diesem Standort deckt. Im italienischen Collecchio wird bei ELANTAS aktuell eine weitere Photovoltaik-Anlage für ein neues Produktions- und Laborgebäude errichtet. 

Zusätzlich zu den Maßnahmen an den eigenen Standorten setzt ALTANA in enger Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten ein Programm auf, um auch die CO2-Bilanz der zugekauften Rohstoffe konsequent weiter zu verbessern. Damit gehört ALTANA zu den Unternehmen, die den CO2-Ausstoß ihrer gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigen.

Forderung an die Politik: Deutlich stärkere und schnellere Förderung erneuerbarer Energien notwendig

Fragen und Antworten zur CO₂-Neutralität bei ALTANA

Die Neutralstellung umfasst die eigene Produktion, Verwaltung und Forschung. Enthalten sind CO2-Emissionen, die aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern (vor allem Erdgas – 90%) entstehen (Scope1). Zusätzlich gehören die indirekten CO2-Emissionen aus dem Verbrauch von Energie insbesondere in Form von Strom (96%, Scope 2) dazu.
Darüber hinaus beinhaltet die Neutralstellung bis 2025 auch die durch notwendige Geschäftsreisen, Dienstwagen und Warentransporte entstehenden CO2-Emissionen (Scope 3). Alle Werte werden gemäß den internationalen Richtlinien des GHG (Greenhouse Gas Protocol ) berechnet.

Wir stellen unsere CO2-Emissionen aus Produktion und Energiebezug (Scope 1 und 2) von 190.000 (2018) bis 2025 auf null. Zusätzlich kompensiert ALTANA bis 2025 die durch notwendige Geschäftsreisen, Dienstwagen und Warentransporte entstehenden CO2-Emissionen (Scope 3). Grundsätzlich gilt, dass ALTANA als Spezialchemieunternehmen im Vergleich mit anderen Betrieben der chemischen Industrie einen relativ geringen Energiebedarf hat. Der CO2-Ausstoß von ALTANA bezogen auf die produzierte Menge liegt ca. 30 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Dennoch verfolgen wir das Ziel, alle Energieträger effizient zu nutzen, um den CO2-Ausstoß so niedrig wie möglich zu halten und den Anteil von Energien aus regenerativen Quellen (zum Beispiel Sonne, Wind, Wasser) zu erhöhen. Damit minimieren wir die Abhängigkeit von Energien aus fossilen Quellen.

Wir haben uns vorgenommen, unseren ohnehin niedrigen Energiebedarf jedes Jahr noch einmal um 2 Prozent pro Jahr, bezogen auf produzierte Fertigwaren, zu senken, auch bei steigenden Umsätzen.

Wir setzen unseren Nachhaltigkeitskurs konsequent fort. Bei der geplanten Energieeinsparung vertrauen wir auf technisch bewährte Maßnahmen zur Energieeffizienz wie den Einsatz noch effizienterer Heizsysteme oder die Nutzung von Abwärme aus der Produktion. Dank dieser Maßnahmen haben wir bereits 2017 unser selbst gesetztes Ziel erreicht, die CO2-Emissionen bezogen auf die Bruttowertschöpfung von 2007 bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Darüber hinaus entwickeln wir auch den Einsatz von Wärmepumpen und hocheffizienten Elektromotoren weiter.

Mit dem Zukunftsthema „Wasserstoff“ als alternativer Energieträger zum Erdgas wird sich ALTANA in den kommenden Jahren beschäftigen. Entscheidend wird dabei die ausreichende wirtschaftlich sinnvolle Verfügbarkeit von Wasserstoff aus regenerativen Quellen (z.B. Photovoltaik; Transport via Pipeline, Bulk-Anlieferung oder Eigenerzeugung) sein.

ALTANA steht seit jeher für nachhaltiges profitables Wachstum. Deshalb investieren wir auch ohne Rückenwind der Konjunktur weiter in unsere Zukunft. Dazu gehört auch die Umsetzung der CO2-Neutralität. Wir werden auch bei steigenden Umsätzen bis 2025 klimaneutral sein. Damit kommen wir nicht nur unserer Verantwortung für den Klimaschutz nach, sondern stärken ALTANA auch langfristig als Unternehmen. Denn wir sind überzeugt: Wir können nur dann dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn wir auch ökologische und gesellschaftliche Aspekte im Blick behalten und fest in unserem Unternehmen verankern.

Nachhaltigkeit ist für ALTANA darüber hinaus auch schon seit vielen Jahren ein Wachstumsfeld. Denn unsere Lösungen machen Produkte des täglichen Lebens besser und nachhaltiger. Dafür gibt es schon heute viele Beispiele, und wir arbeiten permanent an neuen nachhaltigen Lösungen für unsere Kunden.

Produktbeispiele

Aufgrund der Ausrichtung von ALTANA als reines Spezialchemieunternehmen werden andere Treibhausgase nur in sehr geringem Maße emittiert.

Wir gehen sehr sorgfältig bei der Auswahl der Projekte vor und orientieren uns an den gängigen Zertifizierungen wie beispielsweise dem „Gold-Standard“. Die Bandbreite reicht von der Investition in Wasserkraft in China bis zur Aufforstung des Regenwaldes in Brasilien.

Bei ALTANA liegt die Umsetzung und Verankerung von Nachhaltigkeit grundsätzlich in der Verantwortung der operativen Gesellschaften. Die Unternehmensziele zum Schutz von Umwelt und Klima fließen bei ALTANA bereits seit 2007 in die Berechnung des variablen Einkommens des Top Managements ein. Dabei verpflichten sich die einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsführer, die Umweltauswirkungen der Geschäftstätigkeit des Unternehmens kontinuierlich zu reduzieren und die Sicherheit an den jeweiligen Standorten permanent zu verbessern. Darüber hinaus ist es Aufgabe der einzelnen Standorte, geeignete Managementsysteme einzuführen und zertifizieren zu lassen. Weiterhin dienen spezielle, geschäftsbereichsübergreifende Expertenplattformen dazu, Informationen zu den relevanten Themen auszutauschen und Best Practice-Modelle aufzuzeigen. Dabei gibt es keine geografischen Unterschiede. Der Standort unseres Geschäftsbereichs ECKART im südchinesischen Zhuhai war zum Beispiel einer der ersten innerhalb der ALTANA Gruppe, der das anerkannte TfS-Audit (Together for Sustainability) erfolgreich abgeschlossen hat.

Auch das jetzt formulierte Ziel der Klimaneutralität bis 2025 wird in die individuellen Zielvereinbarungen integriert. Dabei koordiniert das ALTANA Kompetenzzentrum „Corporate EH&S“, gemeinsam mit dem Einkauf der ECKART GmbH, die Umstellung auf grünen Strom ab 2020 und die Kompensation der durch Erdgas, Dienstwagen, Geschäftsreisen und Warentransporte entstehenden CO2-Emissionen durch entsprechende Klimaschutzprojekte bis 2025.

ALTANA will langfristig auch die Nutzung von Erdgas durch erneuerbare Energien ersetzen. Dies wird allerdings einige Jahre in Anspruch nehmen, da viele unserer Produktionstechnologien noch auf diesem Energieträger basieren.

Das hängt von unseren Lieferanten und ganz wesentlich auch von der Politik ab. Denn ohne ausreichend verfügbaren Strom aus erneuerbaren Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen sowie die entsprechende Netzinfrastruktur sind die Klimaschutzziele industrieweit nicht zu erreichen.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind bereits heute angehalten, möglichst klimafreundlich zu reisen. Bei notwendigen Dienstfahrzeugen schaffen wir Anreize für den Einsatz CO2-sparender Modelle.