ALTANA hilft. Helfen Sie mit!

Die letzten Monate forderten die Weltgemeinschaft mit teils existentiellen Aufgaben heraus. Wir bei ALTANA möchten unseren Teil dazu beitragen, Menschen zu unterstützen, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Daher spenden wir insgesamt 50.000 Euro an Projekte in Bangladesch, Malawi und im Jemen, die wir gemeinsam mit „Aktion Deutschland Hilft e.V.“ ausgewählt haben.

Die Initiativen im Überblick:

Lesen Sie hier mehr über die einzelnen Initiativen und entscheiden Sie per Klick mit, wie sich unsere Spendensumme auf die einzelnen Projekte aufteilt. Unterstützen Sie die Hilfsorganisationen auch gerne mit Ihrem eigenen Beitrag.

Bangladesch: Schutz vor Krankheit und Gewalt im größten Flüchtlingscamp der Welt

In Cox’s Bazar, Bangladesch, entstand 2017 das weltweit größte Flüchtlingscamp der Welt. Über 850.000 aus Myanmar vertriebene Rohingya suchen hier unter schwierigsten hygienischen und beengten Verhältnissen Schutz und Hilfe. Die Corona-Pandemie verschärft die schwierige humanitäre Lage. Die erforderliche Isolation an COVID-19 erkrankter Menschen ist in den Camps kaum umsetzbar.

Das Projekt hat das Ziel, 65.000 besonders gefährdete Menschen in fünf Rohingya-Camps von Cox’s Bazar vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und mit anderen Krankheiten zu schützen, ihre medizinische Versorgung, ihre Trinkwasserversorgung, Hygiene und Ernährung zu verbessern sowie Mädchen und Frauen nachhaltig vor Gewalt, sexuellem Missbrauch und dem aufkommenden Menschenhandel zu schützen.

In Cox’s Bazar leben auf einem Quadratkilometer 40.000 Menschen. Ihre Unterkünfte sind auf einem bergigen, sandreichen Gebiet gebaut. Jedes Jahr führt der Monsunregen in den engen Siedlungen zu verheerenden Überschwemmungen. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich der Boden zu Schlamm und vermischt sich mit Abwasser und Fäkalien. Eine verheerende Brutstätte für Infektionskrankheiten wie Cholera und Diphterie.

Die besondere Enge, der Mangel an Test- und medizinischen Versorgungsmöglichkeiten und das Fehlen einfacher Dinge wie Seife und Wasser führen zu einer raschen Ausbreitung von COVID-19 und anderer Krankheiten. Gleichzeitig ist mit der Isolation ein verheerender Anstieg an Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen zu verzeichnen. 

Die Hilfsorganisation CARE ist mit 1.025 Mitarbeitenden vor Ort und setzt alles daran, die humanitäre Lage der Rohingya schnellstmöglich zu verbessern.

Zu den Maßnahmen dieses Projektes gehören:

  1. Verteilung von Hygienepaketen mit Seife, Desinfektions- und Schutzmaterial sowie Wasserentkeimungsmittel an besonders bedürftige Familien mit erkrankten Personen
  2. Ausstattung der mobilen Gesundheitsteams mit Fieberthermometern, Blut- und Urintestgeräten, medizinischem Verbrauchs- und Aufklärungsmaterial sowie Schulungen zur COVID-19-Prävention
  3. Ausstattung bestehender Gesundheitsstationen in Cox’s Bazar mit COVID-19 Schutzmaterial, Infektionspräventions-Protokollen sowie Isolierzelten für COVID-19-Erkrankte und Verdachtsfälle
  4. Aufbau von Handwaschstationen, Latrinen und Wassertanks in unterversorgten Camp-Bereichen
  5. Bau und Ausstattung von zwei neuen Schutz- und Beratungszentren für Mädchen und Frauen
  6. Informationskampagnen über Radio, Cartoons und Plakate zu COVID-19 und Schutzmaßnahmen

Jemen: Schutz vor Hunger und COVID-19 - Katastrophenvorsorge und Überlebenshilfe

Seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2015 entwickelt sich im Jemen die größte humanitäre Katastrophe der Welt. 82 Prozent der Bevölkerung, 24 Millionen Menschen, sind inzwischen auf Überlebenshilfe angewiesen. 10 Millionen von ihnen leiden akut Hunger, die meisten unter ihnen sind Kinder. Das Gesundheitssystem war schon vor der Corona-Pandemie zusammengebrochen. Jetzt verbreitet sich COVID-19 mit verheerenden Konsequenzen.

Das Projekt hat das Ziel, 400.000 besonders gefährdete Menschen im Jemen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und weiterer Krankheiten zu schützen und ihre medizinische Versorgung, ihre Trinkwasserversorgung, Hygiene und Ernährung nachhaltig zu verbessern. Damit soll das Ausmaß der Katastrophe durch Vorsorge für möglichst viele Menschen vermindert werden.

Im Jemen fliehen mehr als drei Millionen Menschen im Land vor Gewalt. Oft leben sie in engen Camps und sporadischen Zeltstädten. Schutzlos stehen sie alle den andauernden Kämpfen, dem Hunger, Wassermangel und der Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera, Malaria, wässriger Diarrhöe, Diphterie, Dengue-Fieber und jetzt auch COVID-19 gegenüber.

Die Mobilität der fliehenden Bevölkerung, der Mangel an Test- und medizinischen Versorgungsmöglichkeiten und das Fehlen einfacher Dinge wie Seife, Wasser und Raum zum Evakuieren sorgen für eine extrem rasche und nicht offiziell registrierbare Ausbreitung von COVID-19.

Das Projekt der Hilfsorganisation CARE hat Familien im Fokus, die sich auf der Flucht in Regionen befinden, die von Cholera, COVID-19 und anderen Krankheiten besonders betroffen sind. 

Zu den Maßnahmen dieses Projektes gehören:

  1. Verteilung von überbrückenden Lebensmittel- und Bargeldhilfen, von Saatgutpaketen oder trächtigen Ziegen an Familien mit chronisch unter- und mangelernährten Kindern
  2. Verteilung von Hygiene- und Hilfsgüterpaketen mit Seife, Desinfektions- und Schutzmaterial sowie Wasserentkeimungstabletten u. a. an Erkrankte und besonders bedürftige Familien
  3. Aufbau von Handwaschstationen, Latrinen, Wassertanks in unterversorgten Flüchtlingscamps einschließlich der Gründung unterstützender Hygiene- und Wasserkomitees in der Bevölkerung
  4. Aufbau und Ausstattung eines COVID-19-Behandlungszentrums sowie einer Corona-Isolierstation, Schulungen und Ausstattung von 160 Hygiene-BeraterInnen in den Gemeinden
  5. Instandsetzung von Trinkwassersystemen, Abwasserkanälen, Organisation der Müllentsorgung über Gemeinschaftseinsätze zur Beseitigung von Krankheitsherden

Malawi: Sicherer Schulunterricht für Kinder

Im Zuge der Corona-Pandemie erklärte die Regierung von Malawi (Südostafrika) im März 2020 den Katastrophenzustand. Daraufhin wurden alle öffentlichen und privaten Schulen geschlossen. Voraussetzung für die Wiedereröffnung ist ein funktionierendes Hygienekonzept. Die Herausforderung besteht darin, dass viele Grundschulen in Malawi keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und das Händewaschen mit Seife die Ausnahme darstellt.

Zielsetzung dieses Projektes ist es, rund 3.000 Schülerinnen und Schülern an fünf Schulen in der Region Lilongwe durch geeignete Hygienemaßnahmen den sicheren Besuch des Schulunterrichts zu ermöglichen. Darüber hinaus dienen die Hygienemaßnahmen langfristig auch der Verringerung von Ansteckungskrankheiten wie Tuberkulose oder Diphtherie.

Im Einzelnen verfolgt das Projekt der Hilfsorganisation Habitat for Humanity die folgenden Ziele und Maßnahmen:

  1. Zugang zu sicherem Wasser durch Brunnenbau
    Brunnenbohrungen sichern den Wasserzugang für fünf Schulen; die nachhaltige Nutzung dieser Brunnen wird durch Schulungen für die Wartung über die örtlichen Wasserkomittees gefördert
  2. Bereitstellung von 25 Handwascheinrichtungen in den Schulen
    Damit das Wasser an den Schulen so effizient wie möglich eingesetzt werden kann, werden an unterschiedlichen, strategisch sinnvollen, Stellen insgesamt 25 Handwascheinrichtungen (fünf pro Schule) errichtet.
  3. Trainings für Müttergruppen zur Seifenherstellung
    Ergänzt werden die baulichen Veränderungen in den Schulen durch Trainings zur Seifenherstellung für Mütter, damit eine nachhaltige Versorgung mit Seife in den Schulen sichergestellt werden kann.

Donation Distribution


Projects *