ALTANA

Innovation und Mitarbeiter

Innovation
Produkte und Dienstleistungen von ALTANA sind darauf ausgerichtet, unseren Kunden besondere Lösungen zu bieten und einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen. Wir werden von den Kunden als Know-how-Träger wahrgenommen und in die Entwicklung neuer Produkte in der Regel schon frühzeitig einbezogen. Um unsere Positionierung als eines der führenden Unternehmen in der Spezialchemie künftig weiter halten und sogar noch ausbauen zu können, müssen wir unsere Kompetenzen stetig ausbauen und das eigene Produktportfolio kontinuierlich erweitern.

In den dezentralen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen des Konzerns wird ständig an einer Weiterentwicklung des Produktportfolios gearbeitet. Dabei stehen neben bestehenden Anwendungen in aktuellen oder neuen Märkten auch Tätigkeiten zur Entwicklung neuer Anwendungen für diese Märkte im Fokus. Um künftige Geschäftsfelder zu erschließen, identifizieren wir die Bedürfnisse unserer Kunden und beziehen sie in die Entwicklung neuer Lösungen ein.

Um das Know-how und die Kompetenzen innerhalb des Konzerns über Branchen- und Technologiegrenzen hinweg miteinander verbinden zu können, werden auf Gruppenebene ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zentral koordiniert und initiiert. Hierbei werden über externe Netzwerke und enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten auch Impulse von außen aufgenommen und auf deren mögliche Nutzung im Konzern geprüft.

Beispiele für zentral vorangetriebene Projekte sind zum einen der Bereich der gedruckten Elektronik und zum anderen die strategische Partnerschaft im Bereich Digitaldruck mit Landa. Aus der Entwicklung beider Geschäftsfelder erwarten wir für die Zukunft Chancen zur Entwicklung neuer Potenziale. Dabei werden unsere Geschäftsbereiche in unterschiedlicher Ausprägung profitieren können.

Grundlage unserer Innovationskraft ist ein weltweites Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk mit aktuell 1.049 Mitarbeitern. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 128,1 Mio. € (Vorjahr: 113,9 Mio. €). Das entspricht einer Steigerung um 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Steigerung und der anhaltend hohe Umsatzanteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von 6,2 % (Vorjahr: 5,8 %) sind einmal mehr Ausdruck unseres Innovationsfokus.

Um die Ausrichtung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten an unseren Konzernzielen zu gewährleisten, wird das F&E-Projektportfolio in enger Abstimmung zwischen Konzernholding und den dezentralen Geschäftsbereichen gesteuert. Dabei stehen die Definition der F&E-Strategie und deren Auswirkungen auf das F&E-Portfoliomanagement genauso im Fokus wie auch die Entwicklung und Standardisierung von Steuerungsinstrumenten und Messmethoden zur Bewertung von F&E-Projekten und strategischen Maßnahmen.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (Angaben in Mio. €)

Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung

Mitarbeiter
Zum Jahresende 2015 beschäftigten die Gesellschaften der ALTANA Gruppe weltweit 6.096 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.064). Die Anzahl entwickelte sich im Jahresverlauf mit einem Anstieg von 32 Personen bzw. 1 % auf einem sehr stabilen Niveau.

Im Geschäftsbereich BYK erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 81 auf 1.984 Personen (Vorjahr: 1.903). Wie bereits im Vorjahr entfiel auch 2015 der größte Anteil der Erhöhung auf das Stammhaus in Wesel und die Gesellschaften des Geschäftsbereichs in den USA. Des Weiteren wurde im Zuge des kontinuierlichen Ausbaus der Wachsadditiv-Aktivitäten auch die Anzahl der Mitarbeiter in den Niederlanden erhöht. Die Hälfte des Anstiegs der Belegschaft des Geschäftsbereichs umfasste neue Mitarbeiter im Bereich der Produktion.

Die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsbereich ECKART sank um 45 auf 1.805 Personen (Vorjahr: 1.850). Im Zuge der anhaltend schwierigen Marktbedingungen und des schwachen Geschäftsverlaufs wurde 2015 an den Standorten Hartenstein und Wackersdorf eine Restrukturierung eingeleitet.

Der Geschäftsbereich ELANTAS erhöhte die Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf leicht um 7 Personen auf 977 (Vorjahr: 970). Der Anstieg betraf insbesondere die italienischen Standorte des Geschäftsbereichs im Zuge der Übernahme von Produktionsmengen anderer ELANTAS Standorte.

ACTEGA verzeichnete einen Rückgang um 16 Mitarbeiter auf 1.243 Beschäftigte (Vorjahr: 1.259). Zum einen verringerte sich die Mitarbeiterzahl im Vorfeld der Verschmelzung zweier US-amerikanischer Gesellschaften. Zum anderen reduzierte der Standort von ACTEGA in China die Verwaltung um wenige Mitarbeiter.

Die Struktur der Belegschaft veränderte sich im Geschäftsjahr 2015 nicht wesentlich. Mit weiterhin 53 % bzw. 3.216 Personen (Vorjahr: 3.205) arbeiteten die meisten Beschäftigten im Bereich Produktion. Die Anzahl der im Bereich Forschung und Entwicklung tätigen Personen stieg zum Jahresende 2015 auf 1.049 (Vorjahr: 1.019) und verzeichnete mit einer Erhöhung um 30 Mitarbeiter den größten Anstieg aller Funktionsbereiche. Die Belegschaft in Marketing und Vertrieb hingegen sank leicht auf 955 (Vorjahr: 972). Der weiterhin geringste Anteil der konzernweit tätigen Belegschaft entfiel zum 31. Dezember 2015 mit 876 Personen (Vorjahr: 868) auf die Verwaltungsfunktionen.

Auch geografisch hat sich 2015 nur eine geringe Verschiebung ergeben. Mit 3.991 Personen (Vorjahr: 3.965) beschäftigen die europäischen Konzerngesellschaften unverändert den weitaus größten Anteil der Belegschaft. 3.256 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 3.259) waren zum Jahresende in Deutschland beschäftigt, mehrheitlich an den größten Produktions- und Entwicklungsstandorten der Geschäftsbereiche ECKART und BYK in Hartenstein bzw. Wesel.

Leicht gestiegen ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Amerika. Diese erhöhte sich von 1.348 im Vorjahr auf 1.352 Personen zum Jahresende 2015.

Die Mitarbeiterzahl der asiatischen Konzerngesellschaften erhöhte sich von 751 Personen im Vorjahr auf 753 Mitarbeiter ebenfalls leicht.

ALTANA steht im internationalen Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Um in diesem Umfeld zu bestehen, haben wir 2015 neue Initiativen eingeleitet und weitere Maßnahmen umgesetzt. Alle Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmenskultur und zur Weiterentwicklung des Personalmanagements erfolgen dabei auf Grundlage unseres Leitbilds. Mit der Konzentration auf unsere festgeschriebenen und transparent kommunizierten Werte stellen wir eine gemeinsame Ausrichtung unseres Handelns und der Mitarbeiterführung sicher.

Infolge der bereits im Jahr 2014 durchgeführten globalen Mitarbeiterbefragung wurde die Analyse und Diskussion zu den Ergebnissen 2015 fortgeführt. An allen ALTANA Standorten weltweit haben sich die Mitarbeiter mit den lokalen Ergebnissen beschäftigt und individuelle Handlungsempfehlungen erarbeitet, um die Unternehmenskultur individuell vor Ort weiter zu verbessern und aktiver zu gestalten.

Wir haben im zurückliegenden Geschäftsjahr die Anwendung unseres 2014 eingeführten Führungschecks weiter ausgerollt. Mit diesem Instrument wird sichergestellt, dass das ALTANA Leitbild und unsere Unternehmenskultur als wichtige Kriterien im Auswahlprozess potenzieller Führungskräfte berücksichtigt werden. Anwendung findet der Führungscheck nicht nur bei der Auswahl externer Führungskräfte, sondern auch bei internen Besetzungen. Und zwar in allen deutschen und US-amerikanischen Gesellschaften. Aktuell wird die Einführung an den asiatischen Standorten von ALTANA vorbereitet.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 4 HGB
Die Förderung von Frauen in Führungspositionen stand im zurückliegenden Geschäftsjahr besonders im Fokus. Wir haben mit der Intensivierung von Maßnahmen, die bereits in der Vergangenheit eingeführt wurden, und auch mit neuen Instrumenten diese Förderung der Vielfalt weiter im Personalmanagement verankert. Einen Schwerpunkt nahm dabei die Förderung von Frauen in der Personalentwicklung ein. In den nationalen und internationalen Managemententwicklungsprogrammen von ALTANA wurde der Anteil von Frauen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Des Weiteren umfasst das Weiterbildungsprogramm auch spezielle Angebote für Frauen. Neu eingeführt wurde ein Mentoring-Programm, das am Standort Wesel als Pilot gestartet ist und dessen Ausweitung auf andere Konzernstandorte 2016 erfolgen wird. Ebenfalls initiiert wurde ein Meinungsaustausch von leitenden Mitarbeiterinnen mit einem weiblichen Mitglied des Aufsichtsrats. Daneben wurden vielfältige informelle Plattformen geschaffen, um generell den Dialog zu diesem Thema zu intensivieren. Diese umfassen sowohl regelmäßige Treffen von Frauen in Führungspositionen zur Stärkung des Netzwerks als auch Workshops zur Weiterentwicklung partnerschaftlicher Familienmodelle, die Beiträge zur kontinuierlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Arbeitswelt bei ALTANA generieren sollen.

Mittel- bis langfristig ist es das Ziel von ALTANA, den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 30 % zu erhöhen. Das entspricht in etwa dem Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft.

Entsprechend den Anforderungen des im April 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst war der Aufsichtsrat verpflichtet, Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und Vorstand bis zum 30. Juni 2017 festzulegen. Der Vorstand musste entsprechende Zielgrößen für die beiden Führungsebenen der ALTANA AG unterhalb des Vorstands definieren. Der Aufsichtsrat plant nach der gerade erst im Rahmen des Generationswechsels erfolgten Neuorganisation des Vorstands keine Erweiterung dieses Organs. Deswegen sieht die festgelegte Zielgröße bis zum 30. Juni 2017 keine Frau im Vorstand vor. Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von 25 % festgelegt. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands der ALTANA AG wurde bis zum 30. Juni 2017 eine Zielgröße von 10 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 30 % beschlossen. Auch für die deutschen Tochtergesellschaften, die der Mitbestimmung unterliegen, wurden Zielgrößen bestimmt.

Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen

Mitarbeiter nach Funktionsbereichen

Mitarbeiter nach Regionen