ALTANA
  • “With a well-dosed mixture of continuity and change, the ALTANA Group continued on its successful path in 2014.”

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,


2015 war ein Jahr, in dem ALTANA einmal mehr Flexibilität und Veränderungsfähigkeit bewiesen hat.

In einem herausfordernden Umfeld war unser Geschäft währungs- und akquisitionsbereinigt aufgrund der unerwartet schleppenden Nachfrage leicht rückläufig. Jedoch konnten wir unseren Umsatz vor allem dank der positiven Währungseinflüsse nominal erneut steigern und damit erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Marke überschreiten.

Für weiteres profitables Wachstum bleibt ALTANA hervorragend positioniert. Dafür haben wir 2015 neue Weichen gestellt.

Der 2015 eingeleitete Generationswechsel an der ALTANA Spitze ist sowohl Ausdruck der nachhaltigen Entwicklung als auch der Veränderungsfähigkeit unseres Unternehmens. Seit August letzten Jahres verstärkt Stefan Genten den ALTANA Vorstand als neuer CFO und Nachfolger von Martin Babilas, der Anfang Januar 2016 den Vorstandsvorsitz von Dr. Matthias L. Wolfgruber übernahm. Damit geht zweifelsohne eine Ära zu Ende, denn Herr Dr. Wolfgruber, der zum Jahresende in den Ruhestand ging, hat ALTANA entscheidend geprägt. In den vergangenen mehr als 13 Jahren, in denen er das Chemiegeschäft von ALTANA leitete, hat sich unser Unternehmen in stetigem Wandel ausgesprochen 
erfolgreich weiterentwickelt. Dafür sprechen wir Herrn Dr. Wolfgruber auch an dieser Stelle unsere große Anerkennung und Dankbarkeit aus.

ALTANA ist in einer starken Position, gerade weil wir uns immer wieder verändert haben und uns gleichzeitig selbst treu geblieben sind. Dafür gibt es auch im Geschäftsjahr 2015 viele Beispiele.

BYK hat seit dem Zukauf des Rheologie-Geschäfts von Rockwood nicht nur in die neu hinzugekommenen Standorte investiert, sondern auch die Organisation und Abläufe in vielen Bereichen der gewachsenen Größe und den globalen Anforderungen angepasst. Die organisatorische und kulturelle Integration des im Herbst 2013 erworbenen Geschäfts ist damit fast abgeschlossen. Seit Juli 2015 verantwortet Dr. Stephan Glander als neuer Geschäftsbereichsleiter von BYK eine neu aufgestellte und deutlich verstärkte Organisation.

Bei ELANTAS wurden die italienischen Standorte Ascoli Piceno, Collecchio und Quattordio mit der deutschen Gesellschaft in Hamburg zum Jahreswechsel zu einer organisatorischen Einheit mit gemeinsamen Funktionsbereichen zusammengeführt. Damit wächst auch ELANTAS zusammen, um vor allem in Europa noch schlagkräftiger zu werden. Gleichzeitig ist am Standort Hamburg das geschäftsbereichsübergreifende Forschungszentrum für den Zukunftsmarkt Gedruckte Elektronik entstanden.

ECKART hat 2015 mit einer neuen Trockenmahlanlage eine der größten Einzelinvestitionen am Heimatstandort Hartenstein bei Nürnberg umgesetzt. Damit erhöht der Geschäftsbereich die Produktionskapazität für funktionale Effektpigmente, die zur Herstellung von Porenbeton verwendet werden, und macht sich damit zunehmend unabhängiger von wechselnden Farbtrends. Gleichzeitig hat ECKART im abgelaufenen Geschäftsjahr die Basis dafür gelegt, zu einer deutlich schlankeren und weniger komplexen Organisation zu werden. Damit schafft der Geschäftsbereich die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum.

Und auch ACTEGA wird ihren Kunden durch die organisatorische Neuausrichtung auf Marktsegmente ihre Kompetenzen noch besser und zielgerichteter zur Verfügung stellen. Mit einer agilen und gleichzeitig globalen Aufstellung kann der Geschäftsbereich in Zukunft seine Stärken optimal entfalten, Synergiepotenziale zwischen den einzelnen Gesellschaften ausschöpfen und gemeinsam mehr Leistungsfähigkeit und Innovationsstärke erreichen.

Neben Veränderungsfähigkeit sind und bleiben kräftige Investitionen in die Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor für ALTANA. Deswegen haben wir auch im Jahr 2015 mit sechs Prozent vom Umsatz wieder überdurchschnittlich viel in unsere Forschung und Entwicklung weltweit investiert. Unternehmerischen Spielraum für weiteres Wachstum, auch durch Akquisitionen, haben wir uns im August zudem mit der Verlängerung einer Konsortialkreditlinie über 250 Millionen Euro gesichert, die jederzeit erhöht werden kann. Aufgrund der soliden Finanzlage von ALTANA enthält der Kreditvertrag signifikante Erleichterungen bei den Dokumentationspflichten und Covenants. Gleichzeitig halten wir auch als Privatunternehmen an unserem Anspruch fest, die Verschuldung bei Bedarf nur so weit zu erhöhen, wie es für ein Investment-Grade-Rating vertretbar wäre.

All diese Beispiele verdeutlichen einmal mehr, dass die Vision von ALTANA, führend zu sein in allem, was wir tun, kein Lippenbekenntnis ist, sondern immer wieder neu Ansporn für die besten Lösungen. Wir haben keinen Zweifel daran, dass wir mit den angestoßenen Veränderungen unseren Erfolgskurs fortsetzen werden. Entscheidend dafür sind nicht nur durchdachte Konzepte. Vielmehr sind es die Menschen bei ALTANA, die Veränderungen nicht nur umsetzen, sondern mitgestalten und als persönliche Herausforderung und Bereicherung erleben.

Im Magazinteil dieses Geschäftsberichts haben wir für Sie beispielhaft einige dieser Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen bei ALTANA porträtiert. Ob „Gradlinig wandlungsfähig“, „Konstant flexibel“, „Beständig innovativ“, „Traditionell vielseitig“ oder „Gewohnt neuartig“ – sie alle haben eines gemeinsam: Sie wechseln Perspektiven, sind permanent auf der Suche nach Verbesserungen oder völlig neuen Lösungen und schaffen gerade dadurch gemeinsam den entscheidenden Mehrwert für unsere Kunden: Innovation, Marktnähe, Qualität und Service als feste Konstanten in allen Bereichen von ALTANA.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Beitrag zum Erfolg und zur Entwicklung von ALTANA im Geschäftsjahr 2015. Unser Dank gilt auch den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre konstruktive Begleitung, ihre Unterstützung und ihr Vertrauen in die Arbeit von ALTANA.


Martin Babilas     Stefan Genten     Dr. Christoph Schlünken