ALTANA

Sicherheit und Gesundheit

ALTANA setzt auf eine einheitliche Sicherheitskultur. Technische und organisatorische Maßnahmen sowie Schulungen tragen dazu bei, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und das Thema fest im Bewusstsein der Belegschaft zu verankern. Vorrangiges  Ziel ist es, die Unfallzahlen zu senken. Wir arbeiten stetig daran, Gefahren zu minimieren und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter zu verbessern.

Arbeitssicherheit im Fokus

Für ALTANA stehen Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft an erster Stelle. Unterschiedlichste technische und organisatorische Maßnahmen, die jeweils auf die Produktionsbedingungen der Standorte sowie auf die dort geltenden Gesetze und Vorschriften abgestimmt sind, sollen die Mitarbeiter vor Gefährdungen schützen. Darüber hinaus setzt  ALTANA für das Erreichen einer einheitlichen Sicherheitskultur Trainings und weitere Maßnahmen ein.

Seit 2007 nutzt ALTANA den Work Accident Indicator (WAI) als wichtigste Kennzahl, um die Entwicklung der  Arbeitssicherheit an allen Standorten zu beobachten und kontinuierlich zu verbessern. Der Indikator zeigt die Zahl der  Arbeitsunfälle beziehungsweise der Ausfalltage an und setzt sie in Beziehung zu den insgesamt geleisteten Arbeitsstunden. Auf der Grundlage dieser Daten legt der ALTANA Vorstand zusammen mit dem Fachbereich EH&S für jedes Jahr drei WAI-Werte als Ziele fest, die für alle Gesellschaften in der ALTANA Gruppe gelten.

Im Berichtsjahr 2017 gab es wie in den Jahren zuvor keinen tödlichen Unfall. Einzelne Standorte haben bemerkenswerte Ergebnisse in Bezug auf ihre Arbeitssicherheit erzielt. So haben beispielsweise BYK Tongling und ELANTAS Beck India an den Standorten Ankleshwar und Pimpri 2017  keine unfallbedingten Ausfallzeiten seit mehr als zehn Jahren zu verzeichnen. Seit mehr als vier Jahren unfallfrei sind die Standorte ECKART Zhuhai (sieben Jahre), ACTEGA Rhenacoat und ELANTAS Tongling (jeweils sechs Jahre), ACTEGA  Foshan (fünf Jahre) sowie ELANTAS Europe in Ascoli Piceno (vier Jahre).

Insgesamt konnte ALTANA – trotz dieser erfreulichen Entwicklung – die selbst gesetzten Sicherheitsziele im Berichtsjahr nicht erreichen und die Position in der Unfallstatistik nicht verbessern. Die Analysen der Unfälle zeigen, dass diese nur vereinzelt auf technische und organisatorische sowie überwiegend auf verhaltensbasierte Ursachen zurückzuführen sind.


Dieses Ergebnis nimmt ALTANA zum Anlass, in Zukunft noch stärker auf Weiterbildung zu setzen. Neben der Weiterentwicklung technischer und organisatorischer Maßnahmen sollen verhaltensbasierte Sicherheitstrainings dazu dienen, das Bewusstsein der Mitarbeiter für Sicherheitsthemen zu schärfen und situationsadäquates Verhalten zu trainieren. Weiterhin werden über das ALTANA Mitarbeitermagazin regelmäßig besondere Unfallereignisse dargestellt und Strategien zu ihrer Vermeidung kommuniziert. Alle Standorte haben außerdem effiziente Prozesse für die zeitnahe Unfallanalyse etabliert, an denen Mitarbeiter und Führungskräfte beteiligt sind.

Schadensereignisse im Detail

Basierend auf der Definition des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) haben sich im Berichtsjahr insgesamt zwölf bedeutende Schadensereignisse ereignet (Vorjahr: 13). Dabei wurde ein Mitarbeiter verletzt; Dritte kamen nicht zu Schaden. Bei neun Ereignissen handelte es sich um Freisetzungen von Chemikalien, die drei anderen waren Brände. Bei acht der neun Freisetzungen konnten die Chemikalien unmittelbar in den dafür vorgesehenen Wannen oder Tanks aufgefangen werden. In einem Fall kam es zu einem Austritt ohne Auffangwanne, der aber nicht zu einer Umweltbelastung führte. 

Sicherheitsmaßnahmen weltweit

Angesichts des hohen Niveaus der technisch-organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen waren im Berichtsjahr nur punktuell weitere Vorkehrungen erforderlich, um die Sicherheitskultur und den Gesundheitsschutz bei ALTANA weiter zu verbessern. Zu diesen Fortschritten zählt beispielsweise eine Automatisierungsmaßnahme bei der Verarbeitung fester Rohstoffe am Standort Quattordio (ELANTAS Europe). Sie reduziert den Chemikalienkontakt der Produktionsmitarbeiter. 

Weitere Investitionen in den Gesundheitsschutz betrafen die Verringerung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) in der Raumluft der Produktionsgebäude. Hier erzielten ECKART an den Standorten Schererville, Vétroz sowie Zhuhai und ACTEGA am Standort Sedan im Berichtsjahr deutliche Fortschritte. Mithilfe von geschlossenen Systemen, optimierten Absaugeinrichtungen beziehungsweise Automatisierungsmaßnahmen konnten die entsprechenden Emissionen erheblich reduziert werden.

Am Standort Vigo optimierte ACTEGA den Lärmschutz der Absaugeinrichtungen und sorgte mit der Installation von Hebevorrichtungen für bessere ergonomische Bedingungen. Mit einer Investition in hydraulische Lifte konnte ELANTAS den Einsatz von Gabelstaplern am Standort Zhuhai verringern. 

Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) spielt für die Verbesserung der Sicherheitskultur bei ALTANA weiterhin eine wichtige Rolle. Auch 2017 beteiligten sich Hunderte von Mitarbeiter weltweit. Ihre Vorschläge trugen zur Verbesserung der ergonomischen Bedingungen und der Arbeitssicherheit sowie zum nachhaltigen Ressourcenverbrauch bei. Darüber hinaus sorgten die Vorschläge für Kosteneinsparungen.

Sicherheitskommunikation im Fokus

Um weiterhin langfristig das Bewusstsein zum Thema Sicherheit zu schärfen, setzt die ALTANA Gruppe vor allem auf eine zielgerichtete Kommunikation. Einige Gesellschaften sammelten im Berichtsjahr erste Erfahrungen mit kommunikationsorientierten Sicherheitstrainings. Beispielhaft veranstaltete ELANTAS Europe an seinen italienischen Standorten jeweils einen sogenannten „Safety Walk“, bei dem die Führungskräfte und Mitarbeiter vor Ort in der Produktion mögliche Unfallrisiken identifizieren und gemeinsam sicheres Verhalten für diese Situationen schulen. 

Das standortübergreifende zweitägige „Safety Coaching“ von ACTEGA North America richtete sich an Führungskräfte, Betriebsleiter sowie Vorarbeiter. Die Teilnehmer eigneten sich mit Unterstützung externer Partner zielgruppengerechte Gesprächs- und Kommunikationsstrategien an, mit denen sie das Thema Sicherheit im Team vor Ort ansprechen können. Angesichts der überaus positiven Resonanz werden wir diese oder vergleichbare Formen des Coachings auch an anderen Standorten durchführen, um das dortige Sicherheitsverhalten kontinuierlich zu verbessern. 

Gesundheitsschutz

Der Gesundheitsschutz der Belegschaft ist für alle Gesellschaften der ALTANA Gruppe ein zentrales Thema. In Deutschland etwa haben sich an zahlreichen Standorten jährliche Gesundheitstage etabliert, an denen Mitarbeiter sich medizinisch untersuchen und über gesunde Ernährung informieren können. ACTEGA North America initiierte eine standortübergreifende Aktionswoche rund ums Thema Gesundheit und Sicherheit
z. B. mit Kursen zu Erster Hilfe. 

Weltweit können Mitarbeiter zudem aus einem vielseitigen Sport-, Ernährungs-, Fitness- und Entspannungsprogramm wählen, das an vielen Niederlassungen ganzjährig zur Verfügung steht.