ALTANA
  •            „FÜR DIE ZUKUNFT STELLE ICH MIR EINE
    NOCH STÄRKERE F&E-ZUSAMMENARBEIT VOR“
    „WIR PROFITIEREN INSBESONDERE
    VON DER INNOVATIONSKRAFT VON ALTANA“
    Detlev Lindner, Leiter Key Account Management ALTANA
    Suraj Krishnan,
    Global Procurement Director,
    Direct Materials & Packaging, Axalta
                                                                                                                                                 

Einkaufsleiter eines unserer größten Kunden im Gespräch mit
Key Account Manager zu Innovationen und nachhaltigen Produkten

Suraj Krishnan ist studierter Chemieingenieur und seit 2014 Global Procurement Director, Direct Materials & Packaging bei Axalta. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Beschaffung der Rohstoffe und aller Materialien, die für Lacke und deren Verpackung benötigt werden.

Detlev Lindner ist Leiter Key Account Management bei ALTANA, ein Bereich, den er 2009 selbst mitaufgebaut hat. Bei ALTANA ist er seit 2002. In den ersten acht Jahren leitete er die Business Line Coating Additives bei BYK.


Herr Krishnan, wie wichtig ist die Innovationskraft von ALTANA für Sie als Kunde?
Suraj Krishnan: Sie ist sehr wichtig. Gerade die Innovationskraft unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit ist für den langfristigen Erfolg unserer beiden Unternehmen von höchster Bedeutung. Qualitativ hochwertige Produkte und einwandfreier Service sind heute keine Alleinstellungsmerkmale mehr. Was uns aber von anderen unterscheidet, ist die Kombination aus Qualität, Technologie und Nachhaltigkeit unserer Produkte. ALTANA und Axalta sind hier eine vielversprechende Zusammenarbeit eingegangen, und wir bei Axalta profitieren dabei insbesondere von der Innovationskraft von ALTANA.

Wie schätzen Sie ganz allgemein den Innovationsdruck in der Branche ein? Haben Sie in den vergangenen zehn bis 15 Jahren eine Veränderung festgestellt?
Suraj Krishnan: Aus meiner Sicht ist der Innovationsdruck in den vergangenen fünf bis zehn Jahren gestiegen. Schauen Sie sich allein China oder Indien an. Früher mag es ausgereicht haben, Produkte, die ursprünglich für „den Westen“ entwickelt wurden, auch in Asien zu verkaufen. Damit geben sich Verbraucher und Kunden in den aufstrebenden Märkten heute nicht mehr zufrieden und fordern zunehmend auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene innovative Lösungen ein, die aber Umwelt- und Nachhaltigkeitsas­pekte berücksichtigen. Innovation heißt dabei nicht, das neueste und teuerste Produkt am Markt zu haben, sondern das Produkt, das am besten die Anforderungen der Kunden erfüllt. 
Detlev Lindner: Dem kann ich nur zustimmen. Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Nachhaltigkeits- und Preisaspekte spielen heute eine viel größere Rolle als früher. Die regulatorischen Vorgaben zum Schutz der Umwelt haben zugenommen. Unterm Strich helfen uns diese Vorgaben aber dabei, erfolgreich zu bleiben, weil sie uns zwingen, in diesem Bereich innovativer zu sein. Zum Beispiel, wenn die Behörden in China von heute auf morgen entscheiden, von lösungsmittelbasierten auf wasserbasierte Systeme umzusteigen. In solchen Situationen zahlt sich Innovationskraft besonders aus.

Sie sprachen das Thema Nachhaltigkeit bereits an. Welche Rolle spielen Umweltaspekte bei der Auswahl von Lieferanten? Gibt es dafür Kriterien oder einen standardisierten Prozess?
Suraj Krishnan: Wir bei Axalta möchten sicherstellen, dass über die gesamte Lieferkette hinweg Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards gewährleistet sind. Dazu fühlen wir uns verpflichtet und das erwarten wir auch von unseren Zulieferern. Unsere Anforderungen haben wir transparent in unserem Verhaltenskodex und in unseren Unternehmenswerten niedergeschrieben. Darüber hinaus haben wir einen eigenen Anforderungskatalog für bestehende und potenzielle Zulieferer entwickelt, den „Axalta Supplier Code“. Darin fragen wir neben Nachhaltigkeitsaspekten explizit auch die Einhaltung der Menschenrechte, Compliance-Regeln und Sicherheitsstandards ab. Nachhaltigkeit bedeutet für uns in diesem Zusammenhang mehr als Umweltverträglichkeit. Es geht uns dabei auch um soziale und Governance-Aspekte.

Wenn wir über Aspekte wie Nachhaltigkeit sprechen, dann gehen diese mit regulatorischen Vorgaben einher – ob selbst gesteckt oder von außen initiiert. Wie wirken sich diese Vorgaben ganz konkret auf die Entwicklung und Produktion aus? Haben Sie Beispiele?
Detlev Lindner: Nehmen Sie zum Beispiel Lacke für die Automobilindustrie. Ein Drittel der Energie, die während der Automobilproduktion am Band verbraucht wird, geht auf das Konto der Lackiererei. Nicht zuletzt auf Wunsch unserer Kunden arbeiten wir derzeit an Lösungen, die helfen, die benötigten Lackschichten auf einem Auto zu reduzieren und die energieintensive Aushärtung überflüssig machen. Ein weiteres Beispiel ist die Verkürzung der Transportwege. Aus diesem Grund produzieren wir beispielsweise bei BYK in den wichtigsten Kernmärkten zunehmend lokal.

Bleiben wir bei der Automobilindustrie: Wir haben über die Nachhaltigkeit bei der Produktion gesprochen. Doch wie stellen Sie sicher, dass Ihre Lacke auch langfristig zur Nachhaltigkeit des Autos beitragen?
Suraj Krishnan: Bei Lacken geht es vor allem um Nachhaltigkeit. Sie dienen zunächst dem Schutz der lackierten Fahrzeugteile, die so langlebiger und leistungsfähiger werden. Um diese vor Korrosion, Klimaeinflüssen und Straßenverhältnissen über viele Jahre zu schützen, müssen unsere Lacke selbst auch langlebig und nachhaltig sein. Einige unserer neuesten Lacke sind speziell für Fahrzeugteile im Leichtbau entwickelt und tragen so zur Kraftstoffeffizienz bei. Natürlich müssen unsere Lacke in den meisten Fällen auch gut aussehen. Für uns geht Nachhaltigkeit aber noch weiter. Dank unserer Technologien fallen bei der Fahrzeugreparatur weniger Abfälle an. Früher mussten Werkstätten zunächst verschiedene Lackproben zur Farbtonbestimmung anmischen und die Farbe dann mit dem Lack am Auto abgleichen. Denn die ursprüngliche Farbe kann mit der Zeit verblassen. Dadurch wurden viele Nachbesserungen und zusätzliche Farbe nötig. Mithilfe eines Farbmessgeräts von BYK-Gardner, einem Spectrophotometer, können Werkstätten nun den genauen Farbton ohne mehrmaliges Ausprobieren bestimmen und so die Reparatur beschleunigen.

Axalta und ALTANA arbeiten bereits in vielen Bereichen sehr gut zusammen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Suraj Krishnan: ALTANA, insbesondere BYK und ECKART, sind Teil unserer Initiative für eine bessere Zusammenarbeit mit Lieferanten. Wir treffen uns vierteljährlich und besprechen aktuelle Themen, seien es operative, technologische oder kommerzielle. Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei immer eine Rolle, auch wenn es nicht immer konkret angesprochen wird, so schwebt es doch über allem. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass wir noch stärker voneinander lernen, wie wir unseren Kunden dabei helfen können, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern – und wir unseren eigenen ebenfalls optimieren.
Detlev Lindner: Ich sehe das ähnlich wie Suraj. Die Zusammenarbeit zwischen Axalta und ALTANA funktioniert aus meiner Sicht exzellent. Es gibt aber natürlich immer etwas zu verbessern. So stelle ich mir für die Zukunft eine stärkere Zusammenarbeit von Forschung und Entwicklung bei ALTANA und Axalta vor, um noch besser zu verstehen, was der Markt braucht. 



Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Axalta und ALTANA eröffnet neue Perspektiven. So denken die beiden Partner über eine noch engere Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung nach.

ÜBERZEUGENDE ZUSAMMENARBEIT 
KEY ACCOUNT AXALTA

 

Axalta hat Unternehmen der ALTANA Gruppe 2016, im ersten Jahr der Preisvergabe, und 2017 als Lieferanten des Jahres ausgezeichnet. Die beiden Partner tauschen sich regelmäßig zu Innovationsthemen aus. 

 

2017 – AUSZEICHNUNG „LIEFERANT DES JAHRES“