ALTANA

Sicherheit

ALTANA setzt auf eine einheitliche Sicherheitskultur. Technische und organisatorische Maßnahmen sowie Schulungen tragen dazu bei, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und das Thema fest im Bewusstsein der Belegschaft zu verankern. Vorrangiges Ziel ist es, die Unfallzahlen zu senken. Wir arbeiten stetig daran, Gefahren zu minimieren und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter zu verbessern.

Kontinuierliche Verbesserung der Arbeitssicherheit

Als Arbeitgeber hat ALTANA die Pflicht, allen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze zu bieten und sie vor Gefährdungen zu schützen. Dazu dienen die unterschiedlichsten technischen und organisatorischen Maßnahmen, die wir jeweils auf die Produktionsbedingungen der Standorte sowie auf die dort geltenden Gesetze und Vorschriften abstimmen. Darüber hinaus setzt ALTANA mit Trainings und weiteren Maßnahmen auf eine einheitliche Sicherheitskultur. 

Gruppenweit dient der Work Accident Indicator (WAI) seit 2007 als wichtigstes Mittel, um die Arbeitssicherheit an den Standorten zu beobachten und kontinuierlich zu verbessern. Er gibt Auskunft über die Zahl der Arbeitsunfälle beziehungsweise der Ausfalltage und setzt sie in Beziehung zu den insgesamt geleisteten Arbeitsstunden.




Das oberste Ziel unserer Sicherheitskultur besteht darin, die Zahl der Arbeitsunfälle zu reduzieren. Deshalb legt bei ALTANA der Vorstand zusammen mit dem Fachbereich EH&S auf der Grundlage der WAI-Daten für jedes Jahr Obergrenzen fest, die für alle Gesellschaften gelten. 

Im Berichtsjahr verzeichnete ALTANA weitere Fortschritte. Gegenüber dem Vorjahr sind die WAI-Indikatoren in allen drei Kategorien gesunken. Insgesamt registrierte ALTANA weniger unfallbedingte Ausfalltage. Dies zeigt, dass die technischen und organisatorischen Maßnahmen Früchte tragen und sich die Sicherheit in allen Gesellschaften und an allen Standorten weiter verbessert hat. Wie in den Jahren zuvor gab es 2016 keinen tödlichen Unfall. 

Einige Standorte haben seit mehr als sechs Jahren keine unfallbedingten Ausfallzeiten zu verzeichnen. Dazu zählen BYK am Standort Tongling und ECKART am Standort Zhuhai (beide China) sowie ELANTAS am Standort Pimpri (Indien). Mehr als drei Jahre unfallfrei sind ECKART in Pori (Finnland), ACTEGA Rhenacoat (Frankreich) und ACTEGA Foshan (China). 

Andererseits zeigt die Analyse des konkreten Unfallgeschehens, dass weitere Anstrengungen nötig sind. Sie müssen dazu beitragen, das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter weiter zu schärfen und ein situationsadäquates Verhalten zu trainieren. Die von ALTANA selbst gesetzten Obergrenzen konnten für zwei der drei Indikatoren nicht eingehalten werden. Dies gilt für WAI 1 (Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten von einem Tag oder mehr pro eine Million Arbeitsstunden) und für WAI 2 (Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten von mehr als drei Tagen pro eine Million Arbeitsstunden). Der Indikator, der sich auf die Zahl der Ausfalltage aufgrund von Arbeitsunfällen pro eine Million Arbeitsstunden bezieht (WAI 3), liegt unter der Obergrenze (siehe Grafiken).

Weniger Schadensereignisse

Basierend auf der Definition des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) haben sich im Berichtsjahr insgesamt 13 bedeutende Schadensereignisse ereignet (Vorjahr: 17). Mitarbeiter oder Anwohner kamen dadurch nicht zu Schaden. In zehn Fällen konnten die dabei freigesetzten Chemikalien unmittelbar in eigens dafür installierten Wannen oder Tanks aufgefangen werden. Nur in drei Fällen war dies nicht der Fall. Bei ECKART führte der Austritt von Testbenzin (insgesamt ca. 130 Liter) am US-Standort Louisville zweimal zu Bodenverunreinigungen, die fachgerecht behoben werden konnten. Im dritten Fall kam es dort zu einem Austritt ohne zweite Auffangwanne, der aber nicht zu einer Bodenverunreinigung führte.

Sicherheitsmaßnahmen weltweit

Die Verbesserung der Sicherheit ist ein kontinuierlicher Prozess und betrifft Produktionsanlagen und Lager ebenso wie die Sicherheitsausstattung der Mitarbeiter. Darüber hinaus gehören Trainingsmaßnahmen dazu, die das Sicherheitsbewusstsein schärfen, sowie das kontinuierliche Monitoring des Sicherheitsniveaus. In allen Bereichen hat die Gruppe im Berichtsjahr wichtige Fortschritte erzielt.

Das Sicherheitsniveau der Standorte erfüllt die in der Region gültigen gesetzlichen Vorschriften und die Produktionsanlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Daneben berücksichtigen die Gesellschaften die spezifischen geografischen Bedingungen in der Region sowie internationale Sicherheitsklassifizierungen. 

Darin liegt der Grund für mehrere Investitionen, die beispielsweise ELANTAS im Berichtsjahr vorgenommen hat. Zu ihnen zählen ein erdbebensicheres Lagergebäude für flüssige Rohstoffe am Standort Collecchio in Italien, die oberirdische Verlegung einer Löschwasserleitung am chinesischen Standort Zhuhai (sie verhindert das Versickern des Wassers durch Leitungsschäden in der von Landabsenkungen bedrohten Region) sowie ein Lagergebäude am italienischen Standort Ascoli, das speziell für Rohstoffe ausgestattet ist, die dem Global Harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) unterliegen. 

Bei ALTANA setzen alle Gesellschaften den Arbeitsschutz auf Basis der jeweils in der Region geltenden Gesetze beziehungsweise der internationalen Richtlinie OHSAS 18001 um. Damit gewährleistet die Gruppe ein weltweit einheitliches Sicherheitsniveau. Je nach Standort ergänzen außerdem sensorgestützte Bewegungsmelder die Sicherheitsausstattung. Sie eignen sich insbesondere für Situationen, in denen ein einzelner Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum alleine arbeitet, um in Notfällen Alarm auszulösen. 2016 wurden diese Bewegungsmelder an allen drei italienischen ELANTAS Standorten eingeführt.

Neben der technischen Ausstattung kommt dem situationsangepassten, achtsamen Sicherheitsverhalten eine immer wichtigere Rolle im Arbeitsschutz zu. Mit speziellen Trainings, Kampagnen und anderen Maßnahmen entwickeln die Gesellschaften individuelle Modelle, um das Sicherheitsbewusstsein ihrer Mitarbeiter zu schärfen. 

In den USA führen die EH&S Manager der drei ECKART America Standorte mit den Sicherheitsteams gemeinsame Audits durch, um so ein standortübergreifendes Sicherheitsverständnis zu etablieren. In Indien hat ELANTAS das Trainingsprogramm geändert, sodass statt der Schichtführer jetzt speziell qualifizierte Mitarbeiter ihre Kollegen weiterbilden – und zwar jeweils in ihrer lokalen Sprache. Das neue Konzept wird dadurch ergänzt, dass einzelne Mitarbeiter in unregelmäßigen Abständen als sogenannte „Safety Hunters“ im Unternehmen unterwegs sind und Missstände gegebenenfalls sofort an die Geschäftsführung melden. In Brasilien berät und unterstützt ein Sicherheitsspezialist die drei ACTEGA Standorte bei Arbeits- und Umweltschutz.

Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut

Die Gesundheit der Mitarbeiter wird an immer mehr Standorten mit vorbeugenden Maßnahmen gefördert. Neu ist etwa das innerbetriebliche Fitnessangebot von ACTEGA und ELANTAS in Spanien und China. 

Am Standort Wesel ist das vielseitige Kursprogramm zu Sport, Entspannung und Ernährung um umfassende Gesundheitschecks für Mitarbeiter über 40 ergänzt worden. Für diese betriebliche Gesundheitsförderung hat BYK im Berichtsjahr eine Auszeichnung der niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK), Duisburg, erhalten, die von der Gesundheitsministerin der nordrhein-westfälischen Landesregierung verliehen wurde. 

An vielen Standorten in Deutschland sind jährliche Gesundheitstage selbstverständlich geworden. Die Veranstaltungen, die während der Arbeitszeit besucht werden können, bieten medizinische Untersuchungen sowie Informationen zu Sport und Ernährung.