ALTANA

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die globale Konjunktur entwickelte sich 2016 auf einem ähnlichen Wachstumspfad wie im Vorjahr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass das globale Wirtschaftswachstum im abgeschlossenen Jahr 3,1 % betrug (Vorjahr: 3,2 %). Die aufstrebenden Schwellenländer sind auch im Jahr 2016 dynamischer gewachsen als die etablierten Wirtschaftsnationen, deren Wachstumstempo im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist. Im Einzelnen entwickelten sich die volkswirtschaftlichen Kennzahlen in den für das Geschäft von ALTANA wesentlichen Absatzregionen 2016 uneinheitlich.

Der Euro-Raum zeigt mit 1,7 % ein nur leicht geringeres Wachstum als noch im vorangegangenen Jahr 2015 (2,0 %). Die wesentlichen Volkswirtschaften in Europa weisen eine stabile Entwicklung der Konjunktur aus. Deutschland verzeichnete nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,9 % (Vorjahr: 1,7 %).

Die konjunkturelle Dynamik in den Ländern Amerikas verlief nach aktuellen Schätzungen des IWF 2016 sehr uneinheitlich. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung der USA sollte sich nach einem Zuwachs von 2,6 % im Vorjahr auf 1,6 % im zurückliegenden Jahr verlangsamt haben. Deutlich schwächer zeigte sich die Konjunktur in den wesentlichen lateinamerikanischen Volkswirtschaften. Insbesondere die Wirtschaftskrise in Brasilien hat sich 2016 unvermindert fortgesetzt. Brasilien verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,5 % (Vorjahr: - 3,8 %). Von den bedeutenden Volkswirtschaften erreichte alleine Mexiko mit einem Plus von 2,2 % ein ansprechendes Wirtschaftswachstum, das allerdings niedriger als noch im Vorjahr (2,6 %) ausfiel.

In Asien verlangsamte sich das Wachstum leicht, lag 2016 aber noch immer auf einem hohen Niveau. Insbesondere China und Indien erreichten mit Zuwächsen von 6,7 % bzw. 6,6 % eine hohe Dynamik, wobei das Wachstum jeweils niedriger als noch 2015 ausfiel (6,9 % bzw. 7,6 %). Die Staaten des ASEAN-5 Wirtschaftsraums sollten den bereits im Vorjahr aufgezeigten positiven Trend mit einem Wachstum von 4,8 % unvermindert fortgesetzt haben. Der IWF erwartet, dass sich die volkswirtschaftliche Situation in Japan 2016 mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 % auf einem ähnlichen Niveau wie 2015 entwickelt hat (1,2 %). 

Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Die Branchenvereinigung American Chemistry Council (ACC) schätzt das Wachstum der globalen Chemieproduktion im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 2,2 % und somit geringer ein als das Wachstum 2015 (2,7 %).

Der in Europa größte Chemieproduzent Deutschland verzeichnete 2016 nach Einschätzung des Branchenverbands VCI keine Veränderung des Produktionsvolumens (Chemie ohne Pharmazeutika). Die Branchenumsätze sind infolge eines gesunkenen Preisniveaus sogar um 3,0 % zurückgegangen. Andere Länder Europas verzeichneten nach Einschätzung des ACC hingegen eine positive Entwicklung der Chemieproduktion, u. a. Frankreich (+ 1,7 %) und Italien (+ 1,6 %). Im gesamten Raum Westeuropas stieg die Chemieproduktion um 1,6 %.

In den USA verharrte die Produktionsmenge nach Einschätzungen des American Chemistry Council 2016 auf dem Niveau des Vorjahres. In Lateinamerika entwickelte sich die Chemieproduktion im Zuge der Rezession in einigen Ländern mit - 3,5 % rückläufig.

Die Chemiebranche im Raum Asien-Pazifik war im abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder der Treiber für das globale Wachstum. Das ACC schätzt den Produktionszuwachs in dieser Region auf 3,8 %. Alle wesentlichen Wirtschaftsnationen in Asien verzeichneten eine dynamische Entwicklung. Die Chemieproduktion in China legte um 4,9 % zu, Japan steigerte die Herstellung von Chemieprodukten um 3,7 %. Auch Indien und Südkorea konnten Zuwächse erreichen (+ 2,1 % bzw. + 2,9 %).

Der Preis für Rohöl ist im Jahresverlauf in einem Korridor zwischen 30 und 55 US-Dollar kontinuierlich angestiegen, wobei die Entwicklung zeitweise eine sehr ausgeprägte Volatilität aufwies. Im Jahresdurchschnitt lag das Preisniveau 2016 niedriger als im Vorjahr, in dessen zweiter Jahreshälfte der Rohölpreis deutlich gesunken war.

Darstellung für die Geschäftsentwicklung wesentlicher Ereignisse
Nicht operative Effekte haben 2016 sowohl die Ertrags- und Finanzlage als auch die Vermögenslage beeinflusst.

Im April 2016 wurde die Veräußerung der ACTEGA Colorchemie GmbH und ihrer drei Tochtergesellschaften an Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA vollzogen. Im Juli erwarb ALTANA das niederländische Unternehmen Addcomp Holland B.V. sowie eine Tochtergesellschaft in den USA zur Integration in den Geschäftsbereich Additives & Instruments. Beide Veränderungen im Konsolidierungskreis des Konzerns haben sich auf steuerungsrelevante Kennzahlen ausgewirkt.

Die Entwicklung der für ALTANA wesentlichen Wechselkursrelationen zur Konzernwährung Euro hatte 2016 nur einen begrenzten Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der durchschnittliche Wechselkurs des Euro zum US-Dollar lag mit 1,11 US-Dollar / Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Effekte aus veränderten Wechselkursrelationen resultierten aus einem Anstieg des durchschnittlichen Wechselkurses von Euro zu chinesischen Renminbi von 6,97 Renminbi / Euro auf 7,35 Renminbi / Euro sowie aus einem im Jahresdurchschnitt gesunkenen Wechselkurs des Euro zum japanischen Yen auf 120 Yen / Euro (­Vorjahr: 134 Yen / Euro).

Während die Effekte aus veränderten Jahresdurchschnittskursen auf Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung 2016 begrenzt waren, resultierten aus Differenzen bei den Kursen zum Bilanzstichtag spürbare Effekte auf Bilanzpositionen im Vergleich zum Vorjahr. 

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung Konzern
Der Konzernumsatz erreichte 2016 insgesamt 2.075,3 Mio. € und stieg damit um 1 % bzw. 16,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (2.059,3 Mio. €). Nicht-operative Effekte haben die Umsatzentwicklung negativ beeinflusst. Aus Wechselkursveränderungen, vor allem aus den veränderten Relationen des Euro zum chinesischen Renminbi, resultierte ein leichter Umsatzrückgang. Außerdem reduzierte sich der Konzernumsatz durch die Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe, welcher in Teilen durch die Integration der Addcomp Gesellschaften in den Geschäftsbereich BYK kompensiert wurde. Bereinigt um diese Veränderungen des Konsolidierungskreises und Wechselkurseffekte, lag der Konzernumsatz 2 % höher als im Vorjahr.

Damit lag das Umsatzwachstum am unteren Ende des von uns zum Jahresbeginn für 2016 prognostizierten operativen Wachstumskorridors zwischen 2 und 5 %.

Wesentlicher Treiber für das operative Wachstum war ein Anstieg der Absatzmengen. Die Effekte aus Preisveränderungen und Verschiebungen im Produktmix beeinflussten das Umsatzniveau im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich. Diese Einflüsse entwickelten sich innerhalb des Konzerns jedoch uneinheitlich.

Die regionale Absatz- und Umsatzstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verschoben. Mit einem Anteil von 38% (Vorjahr: 39 %) am gesamten Konzernumsatz stellt die Region Europa weiterhin den bedeutendsten Absatzraum für ALTANA dar. Sowohl nominal als auch operativ lag der Umsatz in Europa über dem Vorjahreswert. Infolge des Verkaufs der ACTEGA Colorchemie Gruppe sank der Umsatz im Heimatmarkt Deutschland nominal. Bereinigt um diesen Einfluss konnte 2016 hingegen ein leichtes Wachstum erreicht werden. Deutlich dynamischer entwickelten sich die Verkaufserlöse außerhalb Deutschlands und hier insbesondere in den Ländern Osteuropas.

Das Geschäft in Amerika entwickelte sich 2016 schwächer als im Vorjahr. Der in der Region erwirtschaftete Umsatz sank operativ um 4 %. Der Umsatz in den USA – mit einem Umsatzanteil von 19 % weiterhin der größte Absatzmarkt für ALTANA – war operativ um 5 % rückläufig. Ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang war eine anhaltende Reduzierung der Explorationsaktivitäten in der Öl- und Gasförderung. Die Erschließung neuer Förderquellen in den USA ging im Jahresverlauf aufgrund des gesunkenen Rohölpreisniveaus im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zurück. Des Weiteren war die Nachfrage von US-Kunden nach unseren Produkten und Dienstleistungen vor allem im ersten Halbjahr 2016 geringer. In der zweiten Jahreshälfte verbesserte sich die Nachfragesituation in der Region jedoch kontinuierlich. In Brasilien und anderen wesentlichen lateinamerikanischen Märkten erreichte der Umsatz nicht die Vorjahreswerte. Insgesamt entfiel auf Amerika 2016 ein Anteil von 28 % (Vorjahr: 29 %) am globalen Konzernumsatz.

Die Region Asien verbuchte im zurückliegenden Geschäftsjahr 31 % (Vorjahr: 30 %) der Konzernumsätze. Mit einem operativen Wachstum von 8 % war Asien im abgeschlossenen Geschäftsjahr auch der größte regionale Wachstumstreiber. Insbesondere die Umsätze in China entwickelten sich mit einem operativen Zuwachs von 11 % überproportional stark. China ist mit einem Umsatzanteil von inzwischen 16 % der zweitgrößte Absatzmarkt innerhalb des Konzerns. Aber auch in anderen Ländern Asiens konnten positive Wachstumsbeiträge erwirtschaftet werden. Zu nennen sind hier vor allem Indien und Japan mit Zuwachsraten von 9 % bzw. 15 %.

Umsatzentwicklung BYK Additives & Instruments
Der Geschäftsbereich BYK erreichte im Jahr 2016 einen Umsatzzuwachs von 4 % bzw. 39,1 Mio. € auf 909,1 Mio. € (Vorjahr: 870,0 Mio. €). Dabei glich sich der Anstieg des Umsatzes infolge der Integration der Addcomp Gesellschaften mit leichten negativen Wechselkurseffekten aus, sodass auch der um diese Effekte bereinigte, operative Umsatzanstieg 4 % betrug.

BYK profitierte im Jahresverlauf von Verschiebungen im Absatz hin zu Produkten mit höheren Verkaufspreisen. Die Absatzmenge veränderte sich hingegen im Vergleich zum Vorjahr kaum. Eine rückläufige Nachfrage nach Rheologie-Additiven, die unter anderem in der Exploration von Öl- und Gasvorkommen eingesetzt werden, wurde durch eine positive Entwicklung in anderen Geschäftsfeldern kompensiert. Das umsatzstärkste Segment der Additive für die Lack- und Farbenindustrie konnte seine Geschäftsaktivitäten erfolgreich ausbauen. Zudem entwickelte sich die Nachfrage nach den Mess- und Prüfinstrumenten des Geschäftsbereichs überdurchschnittlich gut.

Regional wurde das Wachstum des Geschäftsbereichs durch Asien – und hier insbesondere durch die steigende Nachfrage von Kunden in dem für BYK zweitgrößten Absatzmarkt China – getragen. In weiteren wesentlichen Ländern Asiens konnten ebenfalls erhebliche Umsatzzuwächse generiert werden. Zu nennen sind dabei vor allem Japan und Indien. In Europa stieg der Umsatz nicht mit der Dynamik der asiatischen Wachstumsregion. Aber in allen bedeutenden Märkten des Kontinents konnte BYK eine steigende Nachfrage verzeichnen. Nur in Großbritannien und einigen kleineren Absatzmärkten Europas erreichte der Umsatz nicht das Vorjaresniveau. Rückläufig verlief die Umsatzentwicklung in der Region Amerika. Insbesondere in dem größten Einzelmarkt USA sank der Umsatz spürbar. Hier wirkte sich vornehmlich der anhaltende Rückgang der Aktivitäten in der Öl- und Gasförderung negativ auf den Geschäftsverlauf aus. Erst in der zweiten Jahreshälfte drehte sich der negative Trend in diesem Marktsegment infolge des ansteigenden Rohölpreises.Auch in Brasilien sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. 

Umsatzentwicklung ECKART Effect Pigments
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich ECKART sind um 3 % bzw. 12,2 Mio. € auf 361,9 Mio. € (Vorjahr: 349,7 Mio. €) gestiegen. Bereinigt um leicht positive Wechselkurseffekte erreichte der Umsatzanstieg ebenfalls 3 %. Die Absatzmenge an Effektpigmenten entwickelte sich im zurückliegenden Jahr negativ. Der daraus resultierende Umsatzrückgang wurde jedoch durch eine positive Verschiebung des Absatzes hin zu Produkten mit höheren Preisen überkompensiert.

Der größte Anteil der Produkte wurde an Kunden der Lack-, Farben- und Kunststoffindustrie verkauft, wobei der Umsatz 2016 in diesem Segment über dem des Vorjahres lag. Seine Aktivitäten mit den Kunden in der Kosmetikbranche baute ECKART im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut deutlich aus. In den Segmenten Grafische Industrie und Funktionale Anwendungen erreichten die erzielten Umsatzerlöse nicht das jeweilige Niveau aus 2015.

Die regionale Nachfrage verlief 2016 innerhalb des Geschäftsbereichs uneinheitlich. Wie bei BYK war Asien der mit Abstand größte regionale Wachstumsmotor. Die Region Europa verzeichnete ein leichtes Umsatzplus, wobei ein Rückgang in dem mit Abstand größten Einzelmarkt Deutschland durch ein Wachstum in anderen Ländern ausgeglichen werden konnte. In den Ländern Nord- und Südamerikas erzielte ECKART nicht das Umsatzniveau des Vorjahres.

Umsatzentwicklung ELANTAS Electrical Insulation
Im Geschäftsbereich ELANTAS sank der Umsatz im Jahr 2016 um 2 % bzw. 11,1 Mio. € auf 452,1 Mio. € (Vorjahr: 463,2 Mio.€). Der Rückgang resultierte alleine aus negativen Wechselkurseffekten, vor allem aufgrund der Veränderung der Wechselkursrelation des Euro zum chinesischen Renminbi. Bereinigt um diese Währungseinflüsse lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach den Isoliermaterialien des Geschäftsbereichs entwickelte sich 2016 erfreulich positiv. Der damit einhergehende Anstieg der Absatzmenge wurde jedoch durch ein sinkendes Preisniveau kompensiert.

Der nominale Umsatzrückgang spiegelt sich in allen wesentlichen Geschäftsfeldern wider. Alleine der Produktbereich Elektrik verzeichnete einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Regional betrachtet wies die Kernregion Asien eine positive operative Entwicklung auf. Auf Asien entfiel im Jahr 2016 mehr als die Hälfte der gesamten Umsätze des Geschäftsbereichs. Die in China, dem wichtigsten Markt für ELANTAS, erlösten Umsätze haben sich positiv entwickelt. In anderen wichtigen Wirtschaftsnationen Asiens verzeichnete ELANTAS allerdings eine rückläufige Nachfrage. So sanken die in Japan und Südkorea erwirtschafteten Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Auch in Europa verzeichnete ELANTAS einen sehr uneinheitlichen Geschäftsverlauf. In vielen Absatzmärkten Westeuropas sanken die Umsätze, wohingegen die Verkaufsmengen in den Ländern Osteuropas teilweise stark anzogen. Insgesamt verharrten die Umsätze in der Kernregion Europa auf dem Vorjahresniveau. In allen wichtigen Absatzmärkten in Amerika sanken die Umsätze 2016 im Vergleich zum Vorjahr. Mit am stärksten ausgeprägt war der Rückgang in den USA, dem nach China zweitwichtigsten Markt für ELANTAS.

Umsatzentwicklung ACTEGA Coatings & Sealants
Mit einem Umsatz von 352,2 Mio. € erreichte der Geschäftsbereich ACTEGA nicht das Vorjahresniveau (376,4 Mio. €). Der nominale Rückgang von 6 % bzw. 24,3 Mio. € basiert ausschließlich auf der Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe, die im April 2016 erfolgte. Bereinigt um diesen Effekt und leichte Währungseinflüsse lag der Umsatz 2016 auf dem Vorjahresniveau. Dabei stand eine erhöhte Absatzmenge negativen Effekten aus einem veränderten Produktmix und einem niedrigeren Preisniveau gegenüber.

Die regionale Absatzstruktur im Geschäftsbereich ACTEGA hat sich 2016 nicht wesentlich verändert. Die Umsätze in den größten Kernregionen Europa und Amerika lagen im zurückliegenden Geschäftsjahr operativ leicht höher als 2015. In Europa kamen positive Impulse aus den Absatzmärkten Frankreich und Italien. In der Region Amerika stiegen die Umsatzerlöse in den USA und auch in Brasilien, dem zweitgrößten Markt in Amerika. In anderen Ländern Lateinamerikas sanken die Umsätze von ACTEGA hingegen. In Asien konnte der Geschäftsbereich im Jahr 2016 das Vorjahresniveau nicht erreichen. Sowohl im größten Absatzmarkt der Region, in China, als auch in anderen wichtigen Ländern sank die Nachfrage nach den Produkten des Geschäftsbereichs. In Indien hingegen konnte ACTEGA seine Umsatzerlöse erhöhen.

Ertragslage

Das operative Umsatzwachstum wurde durch eine sehr positive Entwicklung der Ertragslage begleitet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 16 % bzw. 62,1 Mio. € auf 453,0 Mio. € (Vorjahr: 390,9 Mio. €). Der um Akquisitions- und Wechselkurseffekte bereinigte operative Anstieg betrug 15 %. ALTANA erzielte im Geschäftsjahr 2016 eine EBITDA-Marge von 21,8 % (Vorjahr: 19,0 %).

Sowohl die Entwicklung des absoluten EBITDA als auch der EBITDA-Marge lag über unseren Erwartungen. Zu Jahresbeginn 2016 hatten wir zwar eine Entwicklung des Ergebnisses überproportional zur Umsatzerhöhung prognostiziert, die erreichte Profitabilität übersteigt jedoch unseren strategischen Zielkorridor von 18 % bis 20 %. 

Die für ALTANA wichtigste Kostengröße, die Rohstoff- und Verpackungskosten, hat sich im relativen Verhältnis sehr positiv entwickelt. Die Materialeinsatzquote, das Verhältnis dieser Kosten zum Umsatz, verringerte sich im Jahresverlauf 2016 auf 39,7 % (Vorjahr: 42,0 %). Dieser Trend wird durch alle Geschäftsbereiche getragen. Neben dem grundsätzlich niedrigeren Preisniveau auf vielen für ALTANA wesentlichen Rohstoffmärkten profitiert ALTANA vor allem von der fortlaufenden Spezialisierung auf Produkte und Märkte mit einer höheren Wertschöpfung und damit von positiven Produktmix-Veränderungen.

Andere für das Ergebnis bedeutende Kostengrößen haben sich in hohem Maße proportional zum Umsatz entwickelt. Die Personalaufwendungen lagen auf dem Niveau des Vorjahres, das jedoch durch Restrukturierungsaufwendungen an Standorten in Deutschland belastet war. Bereinigt man diese Sonderbelastung im Vergleichsjahr 2015, so sind die Personalaufwendungen um 2% gestiegen. Die Quote der gesamten Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz sank leicht auf 21,8 % (Vorjahr: 22,0 %).

Die Struktur der Funktionskosten hat sich 2016 nicht wesentlich im Vergleich zu 2015 verändert. Die Produktionskosten lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Zwar sind die produktionsbezogenen Personalkosten überproportional gestiegen und auch die Abschreibungen infolge der ausgebauten Investitionstätigkeit, demgegenüber reduzierten sich  allerdings die Aufwendungen für Beratungs- und sonstige Fremdleistungen. 

Die Vertriebskosten sanken 2016 leicht im Vergleich zum Vorjahr. Die direkt umsatzabhängigen Kosten entwickelten sich vor dem Hintergrund der leichten Umsatzerhöhung stabil, da ein Anstieg der Vertriebskommissionen durch einen Rückgang der Frachten ausgeglichen werden konnte.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen proportional mit dem Umsatz. Erhöht haben sich in diesem Funktionskostenbereich die Personalkosten, aber auch die Abschreibungen im Zuge der Inbetriebnahme neuer oder erweiterter Laborkapazitäten.

Auch die Verwaltungskosten haben sich proportional zum Umsatz entwickelt. Eine Erhöhung der Aufwendungen für Beratungsleistungen konnte durch einen Rückgang der verwaltungsbezogenen Personalkosten weitgehend ausgeglichen werden.

Der Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen hat sich deutlich verbessert. Diese Entwicklung basiert auf dem Wegfall der im Vorjahr angefallenen außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 328,7 Mio. € und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (251,3 Mio. €).

Das Finanzergebnis erreichte - 8,6 Mio. € (Vorjahr: - 10,7 Mio. €). Hauptgrund für die Verbesserung waren Zinserträge im Zusammenhang mit Steuererstattungen. Dieser Effekt konnte im Vergleich zum Vorjahr negative Währungskurseffekte und andere Belastungen überkompensieren. Der Saldo aus Zinserträgen aus Geldanlagen und Zinsaufwendungen aus Krediten sowie aus Altersversorgung erreichte den Wert des Vorjahres. Demgegenüber verschlechterte sich das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von - 12,9 Mio. € im Vorjahr auf - 20,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2016. Dieser Rückgang beruht auf der Tatsache, dass die israelische Landa Corp. einen erhöhten Jahresverlust ausgewiesen hat. Das Geschäftsjahr 2016 der Gesellschaft wurde durch gestiegene Aufwendungen im Zuge der Vorbereitung der breiten Markteinführung neuer Produkte belastet.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf 299,8 Mio. € (Vorjahr: 227,8 Mio. €), das Ergebnis nach Steuern (EAT) auf 210,1 Mio. € (Vorjahr: 158,0 Mio. €).

Mehrperiodenübersicht zur Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Investitionen

ALTANA investierte im zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt 122,1 Mio. € und damit 36,5 Mio. € bzw. 43 % mehr als im Vorjahr (85,6 Mio. €). Die Investitionsquote, also das Verhältnis der Investitionen zum Umsatz, lag mit 5,9 % am oberen Ende der von uns für 2016 prognostizierten Bandbreite von 5 % bis 6 %.

Von der gesamten Investitionssumme entfielen 106,4 Mio. € (Vorjahr: 74,5 Mio. €) auf den Zugang von Sachanlagen und 15,7 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €) auf Immaterielle Vermögenswerte. Die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte resultierten aus dem Ausbau der ERP-Systeme in den Geschäftsbereichen BYK, ECKART und ACTEGA sowie aus der Aktivierung von Software-Lizenzen und immateriellen Vermögenswerten im Rahmen der Übernahme von Geschäftsaktivitäten.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat sich die regionale Verteilung der Investitionen in Richtung Asien – und hier insbesondere China – verschoben. Vor allem die Übernahme eines Produktionsstandortes im Geschäftsbereich ELANTAS hat dazu beigetragen, dass der Anteil Asiens an den Konzerninvestitionen auf 25 % (Vorjahr: 6 %) gestiegen ist. Im Vergleich zu den Vorjahren unverändert, entfiel allerdings der größte Anteil mit 57 % (Vorjahr: 67 %) weiterhin auf die Konzernstandorte in Europa. Die Region Amerika verbuchte 18 % (Vorjahr: 27 %) der weltweiten Investitionen.

Der Geschäftsbereich BYK investierte 2016 insgesamt 52,0 Mio. € (Vorjahr: 43,2 Mio. €), vornehmlich in den Ausbau der Produktions- und Laborkapazitäten und der ERP-Systeme. Ein wesentliches Einzelprojekt umfasste den Kauf eines Grundstücks in Schanghai, um zukünftig die regionalen Vertriebs- und Forschungsaktivitäten an einem Standort zu bündeln. Eine weitere Großinvestition betraf eine Anlage zur Durchführung automatisierter Produktanalysen für Additive am Standort Wesel.

Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich ECKART war mit 17,2 Mio. € (Vorjahr: 19,3 Mio. €) geringer als im Vorjahr. Bedingt durch die Fortführung der weltweiten Vereinheitlichung der ERP-Systeme entfiel ein nicht unwesentlicher Anteil der Investitionssumme auf Software.

Der Geschäftsbereich ELANTAS investierte mit 30,9 Mio. € deutlich mehr in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte als noch im Vorjahr (10,7 Mio. €). Über die Hälfte des gesamten Investitionsvolumens entfiel auf die Standorte des Geschäftsbereichs in China – mit Abstand der größte Absatzmarkt für ELANTAS. Der Erwerb eines Produktionsstandorts in Tongling war dabei das bedeutendste Einzelprojekt.

Mit 18,4 Mio. € investierte auch der Geschäftsbereich ACTEGA mehr als 2015 (12,0 Mio. €). Die Fertigstellung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten am Standort in Grevenbroich sowie die Anschaffung eines neuen Extruders für die Herstellung von Dichtungsmassen stellten bedeutende Einzelprojekte dar. Hinzu kam die Einführung eines neuen ERP-Systems am Standort Lehrte.

Bilanzstruktur

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 stieg die Bilanzsumme des ALTANA Konzerns von 2.964,5 Mio. € auf 3.053,9 Mio. € an. Die Erhöhung um 89,4 Mio. € bzw. 3 % resultiert vornehmlich aus der erhöhten Investitionstätigkeit.

Die Immateriellen Vermögenswerte sanken leicht auf 922,8 Mio. € (Vorjahr: 934,5 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten aus Akquisitionen wurden in Teilen durch die aus der Übernahme der Addcomp Gesellschaften resultierenden Zugänge sowie die Investitionen in Software ausgeglichen. Bedingt durch die erhöhte Investitionstätigkeit im abgeschlossenen Geschäftsjahr stiegen die Sachanlagen auf 781,1 Mio. € (Vorjahr: 751,3 Mio. €).

Die gesamten Langfristigen Vermögenswerte erreichten zum Bilanzstichtag 1.831,0 Mio. € (Vorjahr: 1.814,4 Mio. €) und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 60 % (Vorjahr: 61 %).

Die Veränderung der Kurzfristigen Vermögenswerte wurde insbesondere durch die Veränderung des Bestands an Liquiden Mitteln und Kurzfristigen Finanzanlagen sowie eine Veränderung des Net Working Capital bestimmt. Die Liquiden Mittel sanken im Jahresverlauf auf 375,6 Mio. € (Vorjahr: 422,1 Mio. €). Hinzuzurechnen sind jedoch 92,9 Mio. €, die ALTANA vor dem Hintergrund der Zinsentwicklung zum Bilanzstichtag als Termingeldanlage mit einer Laufzeit von über drei Monaten gehalten hat.

Sowohl Vorräte als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit leicht gestiegen. Die Reichweite des gesamten Net Working Capital, bezogen auf das Verhältnis zur Geschäftsentwicklung der jeweils vorangegangenen drei Monate unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sank zum Ende 2016 auf 102 Tage (Vorjahr: 105 Tage). Positiv wirkte sich die Erhöhung der Reichweite für die Verbindlichkeiten aus, die einen leichten Anstieg der Reichweite des Vorratsvermögens überkompensieren konnte. Der relative Bestand an Forderungen lag im Vergleich zum Vorjahr auf einem stabilen Niveau. Die Verbesserung der Net Working Capital-Reichweiten entsprach der Anfang des Jahres 2016 prognostizierten Entwicklung. Die gesamten kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 6 % auf 1.222,8 Mio. € (Vorjahr: 1.150,1 Mio. €).

Auf der Passivseite ergaben sich Veränderungen vornehmlich durch die Tilgung von Schuldscheindarlehen und den ergebnisbedingten Anstieg des Eigenkapitals. Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen wurden sowohl durch die Rückführung einer planmäßig fälligen Tranche (42,5 Mio. €) als auch durch die Kündigung variabler Tranchen (83,5 Mio. €) reduziert. Bei den Langfristigen Verbindlichkeiten führt dies zu einem Rückgang auf 564,2 Mio. € (Vorjahr: 633,4 Mio. €). Der Abbau der Finanzverbindlichkeiten wurde durch einen Anstieg der Rückstellungen für Pensionen in Teilen kompensiert. Der Anteil der gesamten Langfristigen Verbindlichkeiten sank von 21 % auf 19 %.

Leicht erhöht hat sich die Summe der in der Bilanz ausgewiesenen Kurzfristigen Verbindlichkeiten von 395,4 Mio. € auf 407,5 Mio.€ zum 31. Dezember 2016. Der Ausbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristigen Rückstellungen wurde durch den Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahezu ausgeglichen. Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich um 146,6 Mio. € bzw. um 8 % auf 2.082,2 Mio. € (Vorjahr: 1.935,6 Mio. €). Zurückzuführen ist der Anstieg auf den Überschuss des Geschäftsjahres 2016. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2016 stieg auf 68 % (Vorjahr: 65 %).

Das Nettofinanzvermögen, also der Saldo aus Liquiden Mitteln, Kurzfristigen Finanzanlagen, kurzfristig gehaltenen Wertpapieren, Finanzverbindlichkeiten sowie Pensionsrückstellungen erreichte zum Jahresende 2016 25,7 Mio. € (Vorjahr: Nettofinanzverschuldung in Höhe von 114,2 Mio. €).

Grundsätze und Ziele der Finanzierungsstrategie
Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit soll grundsätzlich durch den im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit erwirtschafteten Cash Flow abgedeckt werden. Gleiches gilt für den Bedarf an Investitionen, die dem kontinuierlichen Ausbau der Geschäftsaktivitäten dienen.

Daraus abgeleitet orientieren sich die Ziele unserer Finanzierungsstrategie daran, zum einen die im Konzern erwirtschafteten liquiden Mittel zentral zur Verfügung zu halten. Zum anderen wird ein Finanzrahmen angestrebt, der es ALTANA ermöglicht, Akquisitionen und auch große, über das gewöhnliche Maß hinausgehende Investitionsprojekte flexibel und schnell abzuwickeln.

Um diese Ziele erfolgreich umzusetzen, steuern wir nahezu die komplette Konzerninnenfinanzierung zentral über die ALTANA AG. Hierzu sind für die bedeutenden Währungsräume Cash Pools eingerichtet.

Aus der Emission zweier Schuldscheindarlehen in den Jahren 2012 und 2013 (insgesamt 350 Mio. €) bestanden zum Jahresende 2016 Verbindlichkeiten über insgesamt 224 Mio. €. Die ausstehenden Schuldscheindarlehen verfügen über Tranchen mit fixer Verzinsung und unterschiedlichen Laufzeiten. Die Tilgung erfolgt bis 2020. Zudem besteht noch ein allgemeiner Konsortialkreditrahmen über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis mindestens 2021.

Diese Finanzierungsstruktur bietet ALTANA die notwendige Flexibilität, um kurzfristige und auch investitionsintensive Wachstumsopportunitäten angemessen nutzen zu können. Die Verteilung der Fristigkeit der genutzten Finanzierungsinstrumente ermöglicht es uns, die Tilgung der Verbindlichkeiten über die Zuflüsse aus dem operativen Cash Flow optimal zu steuern.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente nutzen wir weiterhin nur sehr eingeschränkt. Dabei handelt es sich um Einkaufsverpflichtungen, operative Leasingverpflichtungen sowie um Garantien für Pensionsverpflichtungen. Details zu den bestehenden Finanzierungsinstrumenten sind im online verfügbaren Konzernabschluss dargestellt.

Liquiditätsanalyse

Im Laufe des Jahres 2016 sank der Bestand an Liquiden Mitteln um 46,5 Mio. € auf 375,6 Mio. € (Vorjahr: 422,1 Mio. €). Zusätzlich bestehen zum Bilanzstichtag Kurzfristige Finanzanlagen in Höhe von 92,9 Mio. €, die Geldmarktanlagen mit einer Restlaufzeit von mindestens drei Monaten und weniger als einem Jahr betreffen.

Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit überstieg mit 376,7 Mio. € das Vorjahr (346,1 Mio. €) um 30,6 Mio. € bzw. 9 %. Damit lag der operative Cash Flow über unseren Erwartungen. Zum Jahresbeginn 2016 waren wir noch von einem Mittelzufluss in Höhe des Vorjahres ausgegangen. Getragen wurde das Wachstum durch den Konzernjahresüberschuss und eine positive Entwicklung der Ertragssteuerpositionen sowie der Rückstellungen und sonstiger Forderungen und Verbindlichkeiten.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 93,6 Mio. € auf 234,3 Mio. € (Vorjahr: 140,7 Mio. €). Getrieben wurde dies durch die gestiegenen Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und kurzfristige Geldmarktanlagen. Der Saldo der Auszahlung für die 2016 getätigte Akquisition der BYK Addcomp Gesellschaften und der Einzahlung aus der Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe hat den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht wesentlich beeinflusst.

Aus der Finanzierungstätigkeit flossen im Geschäftsjahr 2016 Mittel in Höhe von 185,4 Mio. € (Vorjahr: 63,1 Mio. €) ab. Die Finanzverbindlichkeiten wurden im Jahresverlauf durch planmäßige Tilgungen von Schuldscheintranchen (65,0 Mio. €) und die Kündigung variabler Tranchen in Höhe von 61,0 Mio. € reduziert. Die Dividendenzahlung lag im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf dem Niveau des Vorjahres.

Wertmanagement

Die Veränderung des Unternehmenswerts wird bei ALTANA über die Kennziffer ALTANA Value Added (AVA) bestimmt. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir wieder einen deutlich positiven Beitrag zur Entwicklung des Unternehmenswerts geleistet.

Das durchschnittlich im Konzern gebundene Kapital sank auf 2.344,2 Mio. € (Vorjahr: 2.354,4 Mio. €). Im Wesentlichen resultiert die Senkung des Kapitals aus der Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe, die durch die Akquisition der BYK Addcomp Gesellschaften in Teilen kompensiert wurde. Mit 270,8 Mio. € (Vorjahr: 237,5 Mio. €) stieg der operative Ertrag infolge der deutlich verbesserten Ergebnislage im Geschäftsjahr 2016 an.

Der Return on Capital Employed (ROCE) lag 2016 mit 11,6 % auf einem sehr guten Niveau und deutlich über dem Vorjahreswert (10,1 %). Bei einem unveränderten Kapitalkostensatz von 8,0 % erreichte der relative AVA 3,6 % (Vorjahr: 2,1 %).

Die Kapitalkosten sanken analog zum Rückgang des operativen Kapitals leicht auf 187,5 Mio. € (Vorjahr: 188,4 Mio. €). Damit erreichte der absolute AVA im abgeschlossenen Geschäftsjahr 83,3 Mio. € (Vorjahr: 49,2 Mio. €).

Die für 2016 ausgewiesene Prognose einer leichten Verbesserung der Wertkennzahlen konnten wir damit aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung deutlich übertreffen. 

Gesamteinschätzung zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Im Jahresverlauf entwickelten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in hohem Maße stabil.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds konnte ALTANA operativ wachsen, wobei die regionale Dynamik sehr uneinheitlich verlief. Die Profitabilität erhöhte sich insbesondere aufgrund der gestiegenen Rohmargen.

Die Bilanzstrukturen haben wir 2016 noch weiter gestärkt und die Finanzierungsspielräume ausgebaut.