ALTANA

Innovation und Mitarbeiter

Innovation
Produkte und Dienstleistungen von ALTANA sind darauf ausgerichtet, unseren Kunden besondere Lösungen zu bieten und einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen. Wir werden von unseren Kunden als Know-how-Träger wahrgenommen und in die Entwicklung neuer Produkte in der Regel schon frühzeitig einbezogen. Um unsere Positionierung als eines der führenden Unternehmen in der Spezialchemie künftig weiter halten und sogar noch ausbauen zu können, müssen wir unsere Kompetenzen stetig ausbauen und das eigene Produktportfolio kontinuierlich erweitern.

In den divisionalen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen des Konzerns wird ständig an einer Weiterentwicklung des Produktportfolios gearbeitet. Dabei stehen neben bestehenden Anwendungen in aktuellen oder neuen Märkten auch Tätigkeiten zur Entwicklung neuer Anwendungen für diese Märkte im Fokus. Um künftige Geschäftsfelder zu erschließen, identifizieren wir die Bedürfnisse unserer Kunden und beziehen sie in die Entwicklung neuer Lösungen ein.

Um das Know-how und die Kompetenzen innerhalb des Konzerns über Branchen- und Technologiegrenzen hinweg miteinander verbinden zu können, werden auf Gruppenebene ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zentral initiiert und koordiniert. Hierbei werden über externe Netzwerke und enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten auch Impulse von außen aufgenommen und auf deren mögliche Nutzung im Konzern geprüft. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir diese Aktivitäten deutlich ausgebaut. Es wurden vier Projekte initiiert, die in den kommenden drei Jahren neue Erkenntnisse in vielversprechenden Technologiebereichen für ALTANA generieren sollen.

Beispiele für zentral über die ALTANA Holding vorangetriebene Projekte sind zum einen der Bereich der Gedruckten Elektronik und zum anderen die strategische Partnerschaft im Bereich Digitaldruck mit der israelischen Landa-Gruppe. Von diesem Entwicklungspotenzial werden unsere Geschäftsbereiche in unterschiedlicher Ausprägung profitieren können.

Grundlage unserer Innovationskraft ist ein weltweites Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk mit aktuell 1.021 Mitarbeitern. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 129,3 Mio. € (Vorjahr: 128,1 Mio. €).

Der anhaltend hohe Umsatzanteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von 6,2 % (Vorjahr: 6,2 %) ist einmal mehr Ausdruck unseres Innovationsfokus.

Mitarbeiter
Im Jahresverlauf 2016 sank die Anzahl der innerhalb der ALTANA Gruppe beschäftigten Mitarbeiter um 129 bzw. 2% auf 5.967 Personen (Vorjahr: 6.096). Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe. 

Im Geschäftsbereich BYK erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 71 auf 2.055 Personen (Vorjahr: 1.984). Der wesentliche Anteil der Erhöhung entfiel auf die Mitte des Jahres 2016 neu erworbenen Addcomp Gesellschaften in den Niederlanden und in den USA. Des Weiteren stieg auch die Anzahl der Mitarbeiter im Additiv-Geschäft in den USA und im Instrumenten-Geschäft in Deutschland. 

Im Geschäftsbereich ECKART sank die Anzahl der Beschäftigten im Zuge der 2015 eingeleiteten Restrukturierung um 57 auf 1.748 Personen (Vorjahr: 1.805). Der Rückgang des Personals betraf insbesondere die deutschen Standorte Hartenstein und Wackersdorf. Die eigene Vertriebsorganisation in Großbritannien wurde 2016 aufgelöst. In den USA stieg die Anzahl der Beschäftigten aufgrund des Ausbaus der Geschäftsaktivitäten. 

Im Geschäftsbereich ELANTAS blieb die Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf insgesamt mit 976 Personen (Vorjahr: 977) konstant. Die Entwicklung innerhalb des Geschäftsbereichs verlief jedoch uneinheitlich. In der Produktion wurde Personal abgebaut. Hingegen stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung in nahezu gleicher Höhe an. Regional betraf der Personalrückgang im Wesentlichen Deutschland. 

ACTEGA verzeichnete mit einem Rückgang um 162 Mitarbeiter auf 1.081 Beschäftigte (Vorjahr: 1.243) den größten Rückgang aller Geschäftsbereiche. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe mit 151 Mitarbeitern. Darüber hinaus hat ACTEGA auch an Standorten in China und in Brasilien das Personal reduziert. An den Produktionsstandorten in Deutschland und Spanien stieg hingegen die Mitarbeiterzahl. 

Die funktionale Struktur der Belegschaft hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht wesentlich verändert. Mit 52 % bzw. 3.114 Personen (Vorjahr: 3.216) arbeiteten die meisten Beschäftigten weiterhin in der Produktion, wobei dieser Bereich – insbesondere durch die Veräußerung der ACTEGA Colorchemie Gruppe – mit 102 Mitarbeitern den stärksten Rückgang aller Funktionsbereiche verzeichnete. Auch die Anzahl der im Bereich Forschung & Entwicklung beschäftigten Personen sank 2016 um 28 auf 1.021 Mitarbeiter (­Vorjahr: 1.049).

In den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Verwaltung blieb die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresverlauf 2016 nahezu unverändert. Der weiterhin geringste Anteil der konzernweit tätigen Belegschaft entfiel auch 2016 mit 873 Personen (Vorjahr: 876) auf die Verwaltungsfunktionen.

Bei der regionalen Struktur haben sich 2016 nur geringe Verschiebungen ergeben. Mit 3.850 Personen (Vorjahr: 3.991) entfiel auf die europäischen Konzerngesellschaften unverändert der weitaus größte Personalanteil. 3.126 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.255) waren zum Jahresende in Deutschland beschäftigt, mehrheitlich an den größten Produktions- und Entwicklungsstandorten der Geschäftsbereiche ECKART und BYK in Hartenstein bzw. Wesel. Leicht gestiegen ist die Anzahl der Mitarbeiter in Amerika. Diese erhöhte sich von 1.352 im Vorjahr auf 1.376 Personen zum Jahresende 2016. Demgegenüber reduzierte sich die Mitarbeiteranzahl der asiatischen Konzerngesellschaften von 753 Personen im Vorjahr auf 741 Mitarbeiter leicht.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 waren 1.552 Frauen und 4.415 Männer bei ALTANA beschäftigt. 90 % aller Mitarbeiter standen zum Bilanzstichtag in einem unbefristeten und 10 % in einem befristeten Arbeitsverhältnis, wobei diese Verteilung bei beiden Geschlechtern gleich war. Von den weiblichen Beschäftigten waren zum Ende 2016 77 % in Vollzeit und 23 % in Teilzeit beschäftigt. Bei den Beschäftigten männlichen Geschlechts lag die Quote der Vollzeitbeschäftigten bei 98 %. Neben den eigenen Mitarbeitern waren zum 31. Dezember 2016 179 Leiharbeitskräfte im ALTANA Konzern beschäftigt.

ALTANA steht im internationalen Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Wie in der gesamten chemischen Industrie, so werden wir auch im ALTANA Konzern in den kommenden Jahren insbesondere in Europa in eine Phase eintreten, die aufgrund der demografischen Entwicklung schon heute eine dezidierte Nachfolgeplanung unumgänglich macht. Um in diesem Umfeld zu bestehen, haben wir 2016 weitere Initiativen eingeleitet und Maßnahmen umgesetzt. Alle Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmenskultur und zur Weiterentwicklung des Personalmanagements erfolgen dabei auf Grundlage unseres Leitbilds. Mit der Konzentration auf unsere festgeschriebenen und transparent kommunizierten Werte stellen wir eine gemeinsame Ausrichtung unseres Handelns und der Mitarbeiterführung sicher. Einen besonderen Schwerpunkt nahm dabei 2016 das Leadership & Talent Management ein, das wir im zurückliegenden Jahr nicht nur prozessual, sondern auch organisatorisch in der ALTANA Holding verankert haben. Mit neuen Instrumenten und Entwicklungsmöglichkeiten soll die strukturierte Nachfolgeplanung in Zukunft noch effektiver umgesetzt werden.

Die Personalentwicklung nimmt einen hohen Stellenwert auch in der Zukunftsagenda von ALTANA („Keep Changing Agenda“) ein. „Menschen mobilisieren“ ist dabei eine der strategischen Stoßrichtungen für die kommenden Jahre. Dazu gehören eine erhöhte Vielfalt, eine effektive Nachfolgeplanung sowie eine Stärkung der internationalen Mobilität.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 4 HGB
Die Förderung von Frauen in Führungspositionen stand im zurückliegenden Geschäftsjahr unverändert im Fokus. Wir haben mit der Intensivierung von Maßnahmen, die bereits in der Vergangenheit eingeführt wurden, und auch mit neuen Instrumenten den Ausbau von Vielfalt weiter im Personalmanagement verankert. Einen Schwerpunkt nahm dabei die Förderung von Frauen ein. In den nationalen und internationalen Managemententwicklungsprogrammen von ALTANA wurde der Anteil von Frauen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Des Weiteren umfasst das Weiterbildungsprogramm auch spezielle Angebote für Frauen. Das bereits im Vorjahr als Pilotprojekt gestartete Mentoring-Programm wurde 2016 auf andere Konzernstandorte ausgeweitet. Daneben wurden vielfältige informelle Plattformen geschaffen, um generell den Dialog zu diesem Thema zu intensivieren. Diese umfassen sowohl regelmäßige Treffen von Frauen in Führungspositionen zur Stärkung des Netzwerks als auch Workshops zur Weiterentwicklung partnerschaftlicher Familienmodelle, die Beiträge zur kontinuierlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Arbeit bei ALTANA generieren sollen.

Mittel- bis langfristig ist es das Ziel von ALTANA, den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf den Prozentsatz zu erhöhen, der dem Anteil der Frauen an der Gesamtbelegschaft entspricht.

Der Aufsichtsrat der ALTANA AG hat entsprechend den Anforderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und Vorstand bis zum 30. Juni 2017 festgelegt. Der Aufsichtsrat plant nach der erst 2015 im Rahmen des Generationswechsels erfolgten Neuorganisation des Vorstands keine Erweiterung dieses Organs. Deswegen sieht die festgelegte Zielgröße bis zum 30. Juni 2017 keine Frau im Vorstand vor. Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von 25 % festgelegt.

Der Vorstand hat entsprechende Zielgrößen für die beiden Führungsebenen der ALTANA AG unterhalb des Vorstands definiert. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands der ALTANA AG wurde bis zum 30. Juni 2017 eine Zielgröße von 10 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 30 % beschlossen. Auch für die deutschen Tochtergesellschaften, die der Mitbestimmung unterliegen, wurden Zielgrößen bestimmt.