ALTANA

29.10.2009

Erster BYK Downstream-User-Tag

Die Anforderungen an nachgeschaltete Anwender von Chemikalien und die Auflagen, die diese im Rahmen der REACH-Verordnung erfüllen müssen, waren Gegenstand des ersten BYK Downstream-User-Tages Ende September in Düsseldorf.

Die REACH-Verordnung der EU legt Verpflichtungen für alle Akteure entlang der Lieferkette von Chemikalien fest. Die wichtigste Pflicht der nachgeschalteten Anwender ist es, das Risiko beim Stoffumgang und bei der Verwendung stets zu minimieren. Das Hauptaugenmerk muss dabei auf den Expositionsszenarien und damit auf den erweiterten Sicherheitsdatenblättern liegen.

Bei einer Produktions- oder Importmenge eines Stoffes von mehr als 10 Tonnen jährlich muss der Hersteller oder Importeur im Rahmen der REACH-Registrierung
einen Stoffsicherheitsbericht erstellen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist er verpflichtet, für die identifizierten Verwendungen des Stoffes Expositionsszenarien zu erstellen und bei der Registrierung anzumelden.
Der nachgeschaltete Anwender muss Stoffe unter den im jeweiligen Expositionsszenario beschriebenen Bedingungen verwenden. Er muss daher prüfen, ob seine Verwendungen von den bisher aufgeführten Expositionsszenarien abgedeckt werden. Ist das nicht der Fall, kann er seinen Vorlieferanten bitten, ein entsprechendes Expositionsszenario zu erstellen. Diese Prüfung kann sehr komplex und aufwendig sein.

Um den Kunden bei dieser Aufgabe zu unterstützen, richtete BYK im September einen eintägigen Workshop aus. Die insgesamt 40 Workshop-Teilnehmer wurden in Vorträgen über die Pflichten nachgeschalteter Anwender, Expositionsszenarien und die damit verbundenen Implikationen informiert. Ein Hands-on-Training unter Leitung der firmeneigenen REACH-Spezialisten rundete den informativen Tag ab.

Die Organisatoren zogen nach der Veranstaltung eine positive Bilanz. „Besonders was ihre Pflichten als nachgeschaltete Anwender betrifft, herrscht noch Klärungsbedarf bei unseren Kunden“, so Dr. Gerald Kirchner, Leiter Innovationsmanagement. „Doch unseren Experten ist es gelungen, die sehr komplexe Materie anschaulich zu vermitteln.“