Resource conservation

Ein effizienterer Umgang mit Rohstoffen lässt sich auf drei verschiedene Arten erreichen: über die Wiederverwertung von Materialien (Recycling), langlebigere Produkte oder einen geringeren Materialeinsatz. Für die chemische Industrie bedeutet dies, die verwendeten Rohstoffe zu einem hohen Prozentsatz in Fertigware umzusetzen.

Das Maß für den Grad der Umsetzung wird auch als Ausbeute bezeichnet. Der Rest ist in der Regel Abfall. Die Menge an Abfall stellt demnach eine sinnvolle Kennzahl für die Ressourceneffizienz dar. ALTANA erfasst diese Menge als Umweltkennzahl und formuliert konkrete Ziele zu ihrer Verbesserung. Der Abfallanteil insgesamt liegt bei ALTANA bei etwa fünf Prozent, der Umwandlungsgrad in Fertigware beläuft sich demnach auf 95 Prozent.

ALTANA hat sich für den Zeitraum 2007 bis 2012 das Ziel gesetzt, das spezifische Abfallaufkommen um insgesamt fünf Prozent und den zu deponierenden Abfall um mindestens zehn Prozent zu reduzieren. Erreicht haben wir diese Ziele bereits im Jahr 2010, bei den zu deponierenden Abfallmengen sind wir sogar deutlich besser.

Der Abfall von ALTANA wird einem der folgenden Prozesse unterzogen:

  • Etwa 20 Prozent des gesamten Abfallaufkommens entfallen auf Wiederverwertung oder Recycling.
  • 47 Prozent des Abfallaufkommens werden thermisch verwertet. Bei ALTANA fallen große Mengen Lösungsmittel bei Reinigungs- prozessen an, die zur Energieerzeugung sehr gut geeignet sind.
  • ca. 34 Prozent des Abfalls werden deponiert.
Einfluss durch Produkte

Auch über ihre Produkte beeinflusst ALTANA die Ressourceneffizienz. Dabei geht es hauptsächlich um Lacke oder um Rohstoffe für Lacke. Lacke sind bis heute nicht recycelbar, und wir sehen dafür auch künftig kaum eine Möglichkeit.

Der Beitrag zur Ressourceneffizienz erfolgt daher über die Produkteigenschaften:

  • Längere Haltbarkeit von Lacken durch Kratzfestigkeit oder UV-Schutz
  • Korrosionsschutz erhöht die Haltbarkeit eines Endproduktes, z. B. durch Zinkpigmente (für Farben und Lacke) von ECKART.
  • Gleiche Eigenschaften mit weniger Material, z. B. durch Coupling-Agent für kalthärtende Kunststoffe. Dies führt zu einer verbesserten Bindung zwischen Harz und Füllstoff und erhöht so die mechanischen Eigenschaften um bis zu 50 Prozent. Dadurch kann z. B. bei Rohren ca. 25 Prozent Material eingespart werden. Ein zweites BYK Additiv dieser Art befand sich 2010 in der Produktentwicklung und soll 2011 in den Markt eingeführt werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Ressourceneffizienz bietet der Einsatz von Wasser anstelle organischer Lösemittel auf Erdölbasis. Da Lösemittel aus dem Lack nach seiner Anwendung verdunsten, führen die darin enthaltenen leichtflüchtigen organischen Lösemittel (Volatile Organic Compounds – VOC) aufgrund ihrer Eigenschaften zum sogenannten Sommersmog und sind zudem klimaschädigend. Wasser ist dagegen umweltschonend. 

Zudem ist der Wassertransport in Rohrleitungen erheblich energieeffizienter als der Transport von Lösemitteln per Lkw. 25.000 Kubikmeter Wasser aus der Leitung ersparen etwa 1.250 Lkw-Fahrten.

Nachwachsende Rohstoffe

Auch nachwachsende Rohstoffe leisten einen zunehmend wichtigeren Beitrag zur Ressourceneffizienz. Erneuerbare Rohstoffe sind für die chemische Industrie in Zukunft sicher eine sinnvolle Alternative. Dabei muss aber immer die potenzielle Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion beachtet werden. Dieser Fall gilt jedoch überwiegend für die Frucht der Pflanzen, nicht jedoch für Pflanzenreste, Holz, Gräser u

Da ALTANA keine Basischemikalien herstellt, sind wir in der Regel auf die Anstrengungen unserer Lieferanten beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe angewiesen. Derzeit forschen wir jedoch selbst an einem Produktionsverfahren für ein wichtiges Lösemittel, um dieses auf Basis eines nachwachsenden Rohstoffs herzustellen, der nicht in Nahrungsmittelkonkurrenz steht.