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Investitionen für den Klimaschutz

Standortbezogene ganzheitliche Optimierungsprogramme können Maßnahmen und Investitionen bündeln, die langfristig den Energieverbrauch senken und so zum Klimaschutz beitragen. Gute Beispiele dafür sind das Nachhaltigkeitsprogramm von ECKART an den Standorten Hartenstein und Wackersdorf sowie die Energiemanagementprojekte von ELANTAS Europe am Standort Hamburg und ACTEGA DS am Standort Bremen.

Rund 50 Verbesserungsmaßnahmen enthält das Nachhaltigkeitsprogramm von ECKART, das über mehrere Jahre läuft. Dazu zählt eine Reihe von energetischen Verbesserungen. Sie reichen von der Umstellung der Werksbeleuchtung auf LED-Technologie bis hin zu Optimierungen der Produktionsanlagen, wie zum Beispiel der Mühlen und Siebwaschanlagen, der Chargierung und der Destillation.

Mit den 2015 realisierten Maßnahmen hat das Unternehmen seinen Energieverbrauch um 2.700 Megawatt reduziert. Das entspricht einer Einsparung von 1.100 Tonnen CO2 -Emissionen. Damit hat das Unternehmen seine Ziele auf diesem Gebiet erreicht.

In Hamburg hat ELANTAS als Folge seiner ISO 50001 Zertifizierung ein Konzept zur energetischen Optimierung entwickelt, das aus unterschiedlichen technischen Maßnahmen besteht. Neben der Umrüstung auf LED-Technologie oder der Installation von Bewegungssensoren für das Licht gehören auch eine Reihe von Maßnahmen in den Produktionsanlagen dazu. Unter anderem läuft die Pumpe, mit der das Wärmeträgeröl in die Produktionsanlagen gepumpt wird, nun auf Intervallbetrieb. Außerdem wurde der Druck in den Druckluftanlagen reduziert.

Eine Mitarbeiter-Kampagne zum Energiesparen ergänzt das Maßnahmenpaket. Mit ihr klärt das Unternehmen die Mitarbeiter darüber auf, unter welchen Bedingungen Motoren oder Pumpen zu Energiefressern werden, und regt zum Energiesparen an.

Allein die technischen Optimierungen haben die CO2-Emissionen 2015 bereits um 640 Tonnen pro Jahr reduziert. Die jährliche Kostenersparnis beläuft sich auf 190.000 Euro, bei Investitionen von rund 75.000 Euro.

Die ISO 50001 Zertifizierung bildet auch bei ACTEGA DS die Grundlage für die energetischen Verbesserungen, die das Unternehmen über mehrere Jahre bis 2017 umsetzt. Mit den 2015 erfolgten Maßnahmen – darunter die Optimierung der Kühltürme und Pumpen sowie der Kompressoren – hat die Gesellschaft den Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent reduziert und damit ihr selbst gesetztes Ziel erreicht.

Auch Einzelmaßnahmen leisten einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz – das zeigt die Optimierungsmaßnahme, die ECKART am US-Standort Schererville realisiert hat. Die neue Thermische Nachverbrennung (TNV) von flüchtigen organischen Substanzen (VOC) kommt nicht nur mit weniger Primärenergie aus, sie kann darüber hinaus den CO2-Ausstoß um rund 4.000 Tonnen pro Jahr senken.