Emissionen
Emissionen kommen bei ALTANA im Wesentlichen als Lösungsmittel, Staub und Lärm vor. Lösungsmittel, sogenannte leichtflüchtige organische Substanzen (Volatile Organic Compounds – VOC), stehen vorwiegend wegen Luftbelastung und Sommersmog (Ozonbildung) in der Kritik. Darüber hinaus tragen sie aber auch zum Klimawandel bei, wenn ihr Einfluss auch im Vergleich zur Energieerzeugung relativ gering ist. VOC werden über unterschiedlich langlebige und verschieden klimaschädliche Zwischenprodukte in der Luft abgebaut. Der Klimaeffekt entspricht im günstigsten Fall der Verbrennung des Lösemittels. Bei der Verbrennung einer Tonne Lösungsmittel entstehen rund drei Tonnen CO2.
Der Geschäftsbereich ACTEGA setzt rund 25.000 m³ Wasser statt Lösemittel in Produkten ein. Dadurch bleiben der Umwelt 75.000 Tonnen CO2-Äquivalente erspart. Zum Vergleich: Die gesamten Emissionen durch Energieverbrauch betragen bei ACTEGA nur rund 10.000 Tonnen CO2, bei ALTANA insgesamt ca. 140.000 Tonnen. Der Ersatz von Lösemitteln durch Wasser bedeutet also eine signifikante Verbesserung der Umweltbilanz.
Emissionen werden bei ALTANA meist nicht kontinuierlich, sondern in vorgeschriebenen Abständen gemessen und für den Gesamtzeitraum geschätzt. Für das Jahr 2010 schätzen alle ALTANA Standorte zusammen die VOC-Emissionen auf unter 300 Tonnen. Die Staubemissionen, vorwiegend aus der Pigmentproduktion bei ECKART, werden auf unter 40 Tonnen kalkuliert. VOC wurden in den letzten Jahren vor allem durch neue Abluftreinigungsanlagen bei ELANTAS PDG, ELANTAS Deatech in Ascoli und die 2010 in Betrieb genommene Anlage bei ELANTAS Deatech in Quattordio reduziert.
Wir halten die eigenen VOC-Emissionen von jährlich 300 Tonnen für vertretbar gering im Vergleich zu den VOC-Emissionen, die wir unseren Kunden durch Wasser als Ersatz organischer Lösemittel sparen helfen. ACTEGA Rhenacoat hat z. B. durch die Entwicklung neuer Produkte den Anteil an Wasserlacken von etwa einem Prozent (2008) auf ca. zehn Prozent (2010) gesteigert. Für 2011 werden 15 Prozent angestrebt.
ELANTAS Deatech in Quattordio hat rund 400.000 Euro in seine VOC-Verbrennungsanlage investiert, um damit die Emissionen zu verringern. Bei einer Temperatur von 750 bis 780 ° C werden bis zu 10.000 m³ lösemittelbelastete Luft verbrannt. 60 Prozent der gewonnenen thermischen Energie werden über zwei Wärmeaustauscher anderen Produktionsprozessen zugeführt. Ein Flammenionisationsdetektor kontrolliert das Abgas kontinuierlich auf den Gehalt organischer Verbindungen.
ALTANA hält an allen Standorten die gesetzlichen Lärmgrenzwerte ein. Bei ELANTAS Deatech wurden in der Abluftanlage der Labore lärmreduzierende Maßnahmen realisiert (Kosten: 15.000 Euro). Seit Inbetriebnahme konnte die Lärmbelastung um 3,5 Dezibel tagsüber und 4,5 Dezibel nachts reduziert werden
Staubemissionen kommen vorwiegend bei ECKART in der Pigmentproduktion vor. Sie werden an allen Standorten durch Filter reduziert und liegen stets unter den gesetzlichen Grenzwerten. Eine weitere Reduktion ist zurzeit aus technischen Gründen wegen Staubexplosionsgefahr nicht möglich.
