
Abwasser / Abfälle / Altlasten
Bei ELANTAS PDG besteht ein Teil des Abfalls aus Wasser, das zu 20 Prozent mit organischen Substanzen verunreinigt ist. Dazu wurde 2009 das Projekt „Evaporative Thermal Oxidizer“ gestartet und 2010 in eine entsprechende Anlage investiert. Das Wasser wird heute über Phasentrennung, pH-Einstellung und Filtration gereinigt. Trotzdem liegt der Gehalt an organischen Substanzen teilweise noch über dem genehmigten Grenzwert. Weitere intensive Optimierungsarbeiten wurden begonnen. Wir hoffen, das Projekt im Jahr 2011 erfolgreich fortsetzen und damit die Abfallmengen erheblich reduzieren zu können.
Chemiespezifisch verunreinigte Abwässer kommen an den meisten Standorten von ALTANA nicht vor. Nennenswert ist lediglich die Emission bei ELANTAS Beck India. Dort wird eine Abwasserreinigung betrieben. Der Eintrag an chemischem Sauerstoffbedarf (CSB) betrug 2010 etwa 4,5 Tonnen.
An einigen Standorten der ALTANA werden Boden- / Grundwassersanierungen durchgeführt. Bei BYK-Chemie in Kempen beispielsweise wird auf dem ehemaligen Werksgelände der Wiedeking GmbH eine Grundwassersanierung vollzogen. Die Kontamination ist seit 1981 bei der Behörde aktenkundig.
Seitdem sind bereits verschiedene Maßnahmen zur Schadensverhütung wie Stilllegung eines Tanklagers für Lösemittel, die Aushebung eines weiteren Tanklagers mit Auskofferung und Entsorgung des Erdreiches sowie Bodenluftabsaugung durchgeführt worden. Die endgültige Sanierung des Standorts soll durch den Aufbau einer hydraulischen Barriere erreicht werden. Dazu wurden mehrere Sanierungsbohrungen vorgenommen. Gereinigt wird das geförderte Wasser mittels Aktivkohle.
Die Ausbreitung von BTX-Aromaten (Benzol, Toluol, Xylol) bzw. Phenolen konnte zwischen 1996 und 2010 deutlich reduziert werden. Dennoch sind die Sanierungsziele in Kempen noch nicht erreicht.

