ALTANA

 SICHERHEIT GEWÄHRLEISTEN:
 BRANDSCHÜTZER

Gemeinsame Trainings und spezielle Löschfahrzeuge machen die Zusammenarbeit zwischen BYK und der Feuerwehr am Standort Wesel aus.

In einem technisch sehr anspruchsvollen Umfeld spielt Sicherheit eine große Rolle. Dies gilt insbesondere für Chemiebetriebe. Deshalb pflegt BYK am Standort Wesel seit vielen Jahren eine intensive Kooperation mit der örtlichen Feuerwehr. Diese Zusammenarbeit ist außergewöhnlich. Das wissen wir nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern das bestätigt uns auch Christoph Hegering, stellvertretender Leiter der Feuer- und Rettungswache in Wesel.

Chemische Reaktionen benötigen hohe Temperaturen, manche Rohstoffe sind brennbar oder ätzend. Um den Schutz von Mitarbeitern, Nachbarn und Umwelt zu gewährleisten, schreiben die entsprechenden Gesetze und Auflagen detaillierte Sicherheitsmaßnahmen vor. Der Aufbau einer eigenen Werkfeuerwehr gehört ebenfalls dazu – dies gilt auch für BYK in Wesel.

Durch die Nähe unseres Werks zur Hauptfeuerwache haben wir allerdings die Erlaubnis der Bezirksregierung erhalten, auf eine eigene Werkfeuerwehr zu verzichten. Stattdessen unterstützen wir die städtische Feuerwehr unter anderem bei ihren regelmäßigen Spezialtrainings zum Bekämpfen von Industriebränden. Wir unterstützen außerdem bei der Anschaffung spezieller feuerwehrtechnischer Ausrüstung, die zur Brandbekämpfung in der Industrie und bei anderen Großbränden eingesetzt wird. Auf unserem Werksgelände schließlich stellen wir Spezialausrüstung zur Verfügung, die wir auch regelmäßig warten.

Die Zusammenarbeit ist vielfältig. An oberster Stelle steht die Ausbildung der 70 hauptberuflichen und 200 aktiven freiwilligen Feuerwehrleute in Wesel. „Jeder hier muss in der Lage sein, einen Industriebrand zu bekämpfen“, betont Hegering. Diesem Zweck dienen die zweitägigen Trainings auf dem Gelände des Rotterdam International Safety Center (RISC), wo zweimal im Jahr Unfall-Szenarien durchgespielt werden, die auch bei BYK denkbar wären. Dazu zählen beispielsweise der Brand einer Pumpe oder der einer Abfüllanlage.

Bei diesen von BYK finanzierten Trainings lernen die Feuerwehrleute, unter welchen Bedingungen sie entweder Wasser, Schaum oder Pulver zum Löschen einsetzen können und welche weiteren Rettungs- oder Sicherungsmaßnahmen sie ergreifen müssen.

Parallel dazu lässt BYK eigene Mitarbeiter zu sogenannten Feuerwehrhelfern ausbilden. Pro Schicht müssen jeweils zwei Helfer zur Verfügung stehen. Im Ernstfall sollen sie die Wehr als „Scouts“ mit ihren Standortkenntnissen unterstützen beziehungsweise vorbereitende Arbeiten erledigen, wie zum Beispiel den Löschbrunnen auf dem Werksgelände in Betrieb nehmen. Dazu trainieren sie auch bei der Feuerwehr, unter anderem den Umgang mit Atemschutzgeräten. Vertieft wird dieses beiderseitige Trainingswissen durch regelmäßige gemeinsame Übungen und Ortsbegehungen auf dem Werksgelände von BYK.

„Gute Kooperation setzt Berechenbarkeit und Verlässlichkeit voraus. Unsere seit vielen Jahren währende Kooperation mit der Feuerwehr Wesel hat uns gegenseitig enorm geholfen, das Verständnis füreinander zu stärken. Wir haben gemeinsam gut funktionierende Strukturen aufgebaut, die uns im Ernstfall schnell und handlungsfähig machen.“

Klaus Hirle, BYK

Gemeinsames Krisenmanagement

Das allein reicht aber noch nicht für eine erfolgreiche Kooperation. „Entscheidend sind Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang miteinander“, so Hegering. „Gute Kooperation beruht darauf, dass die Partner berechenbar sind“, ergänzt Klaus Hirle, Leiter Arbeits- und Gesundheitsschutz bei BYK-Chemie. „Daraus wächst Vertrauen.“

Gemeinsame Nachbesprechungen der Führungskräfte, Analysen und vor allem die Bereitschaft auf beiden Seiten, Fehler offen anzusprechen und aus ihnen zu lernen – das zusammen erst macht die Partnerschaft aus. „Im Ernstfall könnten wir heute deutlich schneller und besser reagieren als noch vor einigen Jahren“, da sind sich Hegering und Hirle einig. Dank der vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen mussten sie den Beweis für ihre Zuversicht noch nicht antreten.

„ALTANA ist ein Partner, mit dem wir offen und ehrlich reden können. Deshalb wissen wir, dass die Kommunikation auch im Ernstfall funktionieren wird.“

Christoph Hegering, Feuerwehr Wesel