Gesundheitsmanagement

Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu übernehmen, ist für ALTANA nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern liegt auch in unserem ureigenen Interesse. Denn das Wohlbefinden eines Mitarbeiters ist ganz maßgebliche Voraussetzung für sein Engagement, seine Leistungsfähigkeit, seine Kreativität und seine Flexibilität.

Drei Herausforderungen sind es vor allem, die eine aktive Gesundheitsvorsorge von Unternehmen notwendig machen:

  • zunehmender Fach- und Führungskräftemangel
  • demografischer Wandel
  • hohe Kosten durch Arbeitsausfall

Laut Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), die auch ALTANA unterzeichnet hat, trägt der traditionelle Arbeitsschutz – also etwa das Tragen von entsprechender Schutzausrüstung – durch die Verringerung von Arbeitsunfällen und die Prävention von Berufskrankheiten entscheidend zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz bei. Dennoch reichen diese Maßnahmen allein nicht. Daher zielt die BGF vor allem darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen (einschließlich arbeitsbedingter Erkrankungen und Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Stress), Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern.

Denn Unternehmen, die Gesundheit an ihren Arbeitsplätzen ganzheitlich fördern, senken damit nicht nur krankheitsbedingte Kosten und steigern ihre Produktivität. Sie haben auch eine gesündere Belegschaft mit höherer Motivation, besserer Arbeitsmoral und besserem Arbeitsklima.

Ansatzpunkte für betriebliche Gesundheitsförderung bzw. betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) lassen sich einerseits in gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen unterteilen, z. B. ergonomische Arbeitsplätze, Arbeitszeitregelungen oder Laufbahngestaltung. Andererseits gehört auch die Förderung des individuellen Gesundheitsverhaltens durch z. B. gesundes Essen, Betriebssport oder Suchtprävention dazu.

ALTANA führt inzwischen zahlreiche Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement durch: So bündelt und verbessert der Geschäftsbereich ECKART z. B. die Gesundheits- und Sozialbetreuung innerhalb des Unternehmens durch das BGM. Schwerpunkte sind Wiedereingliederungshilfen, Abhängigkeits- und Suchtberatung sowie allgemeine Gesundheitsförderung. Das BGM ist modular aufgebaut und wird als Prozess verstanden, der die gesundheitliche Gestaltung der Arbeit sowie Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz zum Ziel hat.

 

Dazu gehört auch das Thema Ergonomie. Das Wohlbefinden eines Mitarbeiters hängt nicht unwesentlich von den ergonomischen Voraussetzungen seines Arbeitsplatzes ab. Diese haben einen großen Einfluss auf Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie z. B. Rückenschmerzen, eine der großen europäischen Volkskrankheiten. ALTANA ist ständig bestrebt, alle Mitarbeiter durch entsprechende Aufklärung oder übergreifend mit Hinweisen auf eine gesunde Lebensführung zu sensibilisieren.

Bei ELANTAS Beck gehören Grippeschutzimpfungen und Hautberatung zum BGM-Umfang, ebenso wie Suchtbehandlung und -prävention. Auch BYK hatte sich 2009 zum Ziel gesetzt, ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu installieren. Ein Vergleich macht deutlich, warum: Im Jahr 2009 entfielen bei 673 Angestellten 7.400 Abwesenheitstage auf Krankheit (10,9 Tage / Mitarbeiter), dagegen entfielen nur 301 Tage auf Arbeitsunfähigkeit durch Arbeitsunfall (0,4 Tage / Mitarbeiter). Gesundheitsvorsorge ist also der weitaus signifikantere Bereich, um Ausfallzeiten zu vermeiden. Das BGM bei BYK umfasst heute u. a. Yogakurse, Fitnessprogramme, Ernährungsberatung, Rückenschule, Massage, Qigong und Laufgruppen. Bei BYK USA firmiert das betriebliche Gesundheitsmanagement unter dem Begriff iHealth.

 

Dependence and addiction prevention

Workplace health management also addresses prevention of addictions. It’s not only nicotine, alcohol, and drugs that can fuel addiction. Prescription drugs and food, gambling and shopping can all be culprits, setting off a vicious cycle that few of us can break out of with sheer willpower or self-control alone. In principle, anyone can develop an addiction. Since addiction or dependency is not limited to certain substances, any form of human behavior can become addictive, including widespread eating disorders and workaholism. It is still too often the case, however, that issues of dependency and addiction are treated like taboos. That’s why ECKART integrated them into its health management program four years ago.
Issues involving psychological and psychosomatic illnesses, such as burn-out, have also been integrated into the ECKART health management program. As in the case of addiction prevention, the company starts with management training, which covers training to recognize symptoms in the workplace and analysis of the work situation and risk factors.

Occupational diseases

Occupational diseases comprise those that are recognized by the relevant national organizations and result in disability payments. These diseases have not been appeared to date at ALTANA. We are confident that, with constantly improving health protection initiatives, we will be able to maintain this outstanding record. Other occupationally-related illnesses are not as easy to identify, however, and often difficult to distinguish from non-occupational illnesses, with general analysis further barred by patient / doctor confidentiality. That’s why some of our companies have worked with insurance providers to analyze causes of disease, and incorporated the results of this analysis in their health promotion programs, since the employee absentee figures can’t distinguish between occupational and other diseases.