ALTANA

Geringe Zahl von Schadensereignissen

Feuer, Explosionen und Freisetzungen von Chemikalien stellen eine Gefahr für unsere Mitarbeiter und Nachbarn, für das Unternehmen und für die Umwelt dar. Unser Ziel ist, derartige Schadensereignisse grundsätzlich zu verhindern. Darauf basiert unsere Prozess- und Anlagensicherheit an allen Standorten weltweit.

Im Einklang mit den Gesetzen der jeweiligen Region rüsten wir neue Produktionsanlagen grundsätzlich mit Wannen oder Auffangbecken aus, um zu verhindern, dass Chemikalien austreten können. Viele bestehende Anlagen sind entsprechend nachgerüstet. Verschließbare Abwasserleitungen und versiegelte Flächen tragen ebenfalls dazu bei, Freisetzungen in die Umwelt zu verhindern.

Es ist für uns selbstverständlich, jedes relevante Schadensereignis zu registrieren, egal ob es sich in der Produktion oder im Lager, im Technikum oder im Labor ereignet hat. Dabei legen wir jedoch andere Definitionen für „bedeutende Schadensereignisse“ zugrunde als der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Deutschland.

Der VCI stuft ein Schadensereignis als „bedeutend“ ein, wenn ein Feuer oder eine Explosion einen bestimmten Sach- oder Personenschaden verursacht hat oder sobald eine bestimmte Menge von Chemikalien ausgetreten ist. Je nach Stoff oder Gemisch variieren diese Mengen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Chemikalie in einem speziellen Behälter oder einer Wanne aufgefangen worden oder tatsächlich in die Umwelt (Wasser, Luft) gelangt ist. Aus unserer Sicht aber ist ein Schadensereignis nur dann „bedeutend“, wenn der Stoff tatsächlich in die Umwelt gelangt. Denn in allen anderen Fällen haben die technischen Präventionsmaßnahmen der Anlagensicherheit gegriffen.

Basierend auf dieser ALTANA spezifischen Definition haben wir 2014 vier bedeutende Schadensereignisse registrieren müssen. Am ECKART Standort im US-amerikanischen Louisville gelangte mit Aluminium belastetes Abwasser durch ein Leitungsleck in die Umwelt. Allerdings befand sich das Leck der Abwasserleitung nicht auf unserem Grundstück. Die Verunreinigung des Erdreichs durch das Metall konnte schnell behoben werden. Nachbarn kamen nicht zu Schaden.

Darüber hinaus haben sich zwei Verpuffungen ereignet: Am Standort von ACTEGA Rhenania in Grevenbroich führte eine vergessene Erdung zu einer kleinen Verpuffung, bei der ein Mitarbeiter leichte Verbrennungen erlitt. Bei ELANTAS Zhuhai kam es bei Reparaturarbeiten an einer Rohrleitung zu einer Verpuffung mit großer Stichflamme. Es wurde kein Mitarbeiter verletzt.

Bei ECKART am Standort Hartenstein ereignete sich im Dezember 2014, während der Vermahlung von Pigmenten mit Lösemitteln, eine Explosion. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist beträchtlich. Die Ursachenanalyse war bei Redaktionsschluss dieses Berichts noch nicht abgeschlossen.