Lebenszyklusanalyse

Möglichkeiten der Lebenszyklusanalyse für die chemische Industrie

Die Lebenszyklusanalyse (LCA) gibt eine Antwort auf die Frage, welche Umweltauswirkungen durch die Herstellung eines Produktes verursacht werden. Einen wichtigen Aspekt der LCA bildet der CO2-Fußabdruck, der die Treibhausgasemissionen, die während des Produktlebenszyklus entstehen, abbildet (siehe Kasten). Die Lebenszyklusanalysen nach ISO 14040 und 14044 ermöglichen es ALTANA, Produkte umweltspezifisch zu bewerten – und das über den gesamten Produktlebenszyklus von der Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe, über die notwendigen Transportprozesse bei der Herstellung des Produkts und die Nutzenphase bis hin zur anschließenden Verwertung. Dabei handelt es sich um eine international genormte Methode, die eine Analyse der Umweltaspekte und potenzieller Wirkungen der Produktsysteme ermöglicht.

Aspekte wie die Ressourceneffizienz und die Auswirkungen auf den Klimawandel sind hier ebenso wichtig wie VOC-Emissionen, Smogbildung oder Überdüngung. So können wir mit Hilfe einer Umweltbilanz bereits in der frühen Phase der Produktentwicklung exakte Aussagen über potenzielle Umweltauswirkungen formulieren und daraus ökologische Produktanforderungen ableiten. Sie hilft ferner, uns mit umweltfreundlichen Systemen am Markt zu positionieren – und unsere eigenen unternehmensinternen umweltpolitischen Ziele zu verfolgen. So stieg von 2004 bis 2009 die Zahl der Kundenanfragen nach LCA-basierten Produktdaten bei BYK von zehn auf mehr als 60 an.

Daraufhin wurden bei BYK z. B. die Entschäumer BYK-1740 und BYK-012 einer Umweltbilanz unterzogen, um zu zeigen, wie sich umweltspezifische Kennzahlen durch den Austausch der Trägermaterialien verändern. Dabei ging der Gesamtenergieverbrauch beim „Bio“-Entschäumer (BYK-1740) im Vergleich zum „Petro“-Entschäumer (BYK-012) von rund 116.000 Megajoule (MJ) pro Produkttonne auf gut 13.000 MJ zurück. Und während das herkömmliche Produkt rund 8.000 kg CO2-Äquivalente verursachte, waren es beim „Bio“-Pendant lediglich knapp 1.400 kg pro Produkttonne.