ALTANA

Die Welt ist im Wandel, und das wirkt sich auf die Arbeitswelt aus. Eine gute Ausbildung vermittelt deswegen mehr als Fachwissen. Sie stärkt die sozialen Kompetenzen der jungen Menschen und damit ihre Fähigkeit, stetig andere Situationen zu meistern. ECKART bietet Auszubildenden daher die Möglichkeit, im Rahmen einer Sozialen Woche in eine völlig andere Arbeitswelt hineinzuschnuppern. Franziska Bertl hat diese Woche in einer Kindertagesstätte verbracht und dabei vor allem eins gelernt: Erfolg ist eine Frage des Miteinanders.

SOZIALE KOMPETENZEN SIND ERLERNBAR UND LASSEN SICH LEBENSLANG WEITER AUSBAUEN. DIESE EINSTELLUNG VERMITTELT ECKART DEN AUSZUBILDENDEN, UNTER ANDEREM MIT DER "SOZIALEN WOCHE".

Von Kindern lernen
Fünf Tage Kindertagesstätte statt Büro – das bedeutet auch: Energie pur, in Gestalt von 60 verschiedenen kleinen Persönlichkeiten im Alter von zwei bis zehn Jahren, darunter auch Kinder mit Migrationshintergrund. Die einen forderten die Azubis ganz schön heraus, die anderen waren eher anlehnungsbedürftig, manche kommunikativ begabt, andere eher zurückhaltend.

So unterschiedlich die Charaktere der Kleinen, so lernen sie doch alle jeden Tag ein bisschen mehr über die Welt, die für Erwachsene längst selbstverständlich ist. „Das war das Schönste an diesen turbulenten Tagen“, resümiert Franziska Bertl. „Bei der Arbeit mit Kindern kann man erleben, wie sie Schritt für Schritt die Welt für sich erobern.“

Die angehende Industriekauffrau half beim Basteln und bei der Hausaufgabenbetreuung. Sie fütterte die Kleinsten und betreute Ballspiele, beantwortete Fragen und sang Lieder. Sie schlichtete Streit und trocknete Tränen. „Alles in allem war die Soziale Woche eine Erfahrung, die ich keinesfalls missen möchte“, so die 21-Jährige. „Ich habe Dinge gelernt, die ich in meinen Arbeitsalltag übertragen kann.“

Nicht nur Fachwissen zählt

Genau darum geht es bei diesem Angebot, erläutert Michael Pöhringer, Ausbildungsleiter bei ECKART. „Die jungen Menschen sollen ihre sozialen Kompetenzen erweitern und sich bewusst machen, welche Bedeutung diese Fähigkeiten neben dem Fachwissen für das eigene Fortkommen im Beruf und für den Alltag überhaupt haben“, so der Ausbildungsleiter.

Deshalb bietet das Unternehmen allen Auszubildenden die Möglichkeit, freiwillig eine Woche in einer anderen Arbeitswelt zu verbringen. Neben zwei Kindertagesstätten haben sich ein Rettungsdienst, eine Senioren- und eine Behinderteneinrichtung sowie ein Bauernhof zur Zusammenarbeit mit dem Pigmenthersteller bereit erklärt.

Erfahrungen reflektieren
Begleitet wird die „Soziale Woche“ von einem Vor- und einem Nachgespräch, das ECKART Ausbilderin Julia Müller mit den jungen Erwachsenen zum Thema soziale Kompetenzen führt. „Im Vorgespräch klären wir die Kompetenzziele, die die Auszubildenden mit dem Aufenthalt am betreffenden Einsatzort verbinden“, erläutert die Ausbilderin. „Im Nachgespräch reflektieren wir die gesammelten Erfahrungen und analysieren, wie sie sich auf unser Arbeitsleben übertragen lassen.“

Im Fall von Franziska Bertl ging es beispielsweise um Konfliktfähigkeit: „Wie entschärft man Auseinandersetzungen?“ Ein weiteres Thema war die non-verbale Kommunikation: „Wie kommuniziert man mit Kindern, die Deutsch weder sprechen noch verstehen?“ Für beide Situationen, so die Auszubildende, habe sie jeweils erfolgreiche Strategien gefunden. „Insgesamt hat mir die Woche noch einmal bewusst gemacht, wie wichtig es ist, Kompromisse anzubieten, wenn ich einen Streit schlichten möchte“, sagt sie.

Franziska Bertl gehörte zu den ersten Auszubildenden, die das ungewöhnliche Bildungsangebot von ECKART nutzten, und ihr Beispiel hat Schule gemacht. Das Angebot des Unternehmens kommt bei den jungen Frauen und Männern hervorragend an, beobachtet Ausbildungsleiter Pöhringer. Fast alle wollen teilnehmen. Auch im Rest des Unternehmens stößt das Konzept auf positive Resonanz. „Die Kollegen freuen sich, wenn die Azubis ihre neu erworbenen Fähigkeiten in die Teams einbringen.“

Wie ungewöhnlich! Das war Franziska Bertls erster Gedanke, als sie von dem Angebot der „Sozialen Woche“ erfuhr. Der Ausflug in eine unbekannte Arbeitswelt vermittelte ihr vielfältige neue Eindrücke und Erfahrungen.

Die wichtigste Erkenntnis der angehenden Industriekauffrau: Die Soziale Woche hat einen weiteren Beitrag für ihren Umgang mit Veränderungen geleistet.