ALTANA

Nachhaltig zu wirtschaften – das bedeutet langfristig orientiert zu handeln. Diese Perspektive verbindet den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen mit verantwortungsbewusstem Management und ökonomischem Denken. So haben wir es in unserem ersten Nachhaltigkeitsbericht 2010 formuliert, und diese Maxime gilt unverändert. Doch mit unseren Erfolgen wachsen auch die Herausforderungen. Sie erfordern Aufgeschlossenheit für Neues, wie Dr. Gerald Kirchner weiß. Der neue Leiter des Bereichs Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EH & S) bei ALTANA plant, Nachhaltigkeit als Unternehmenswert zu stärken.

MIT UNSEREN NEUEN EXPERTENPLATTFORMEN BÜNDELN WIR WISSEN. DAMIT KÖNNEN WIR UNSEREN KUNDEN IN ZUKUNFT EINEN NOCH BESSEREN SERIVCE RUND UM DIE NACHHALTIGKEIT UNSERER PRODUKTE BIETEN.

Nachhaltigkeit als Unternehmenswert
Die Unterzeichnung von Global Compact, die Entwicklung konkreter Zielvorgaben für Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie konzernweite Kennzahlen: Dies sind nur einige Meilensteine unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Sie zeigen, wie wichtig es ist, Maßnahmen zu entwickeln, mit denen wir nachhaltiges Wirtschaften in unseren Gesellschaften messen können. Denn nur was sich messen lässt, lässt sich auch zukunftsorientiert gestalten. Das ist unsere Überzeugung.

Deswegen haben wir uns ein neues Etappenziel gesetzt. „Wir wollen Nachhaltigkeit zu einem eigenen Unternehmenswert entwickeln“, erklärt Dr. Gerald Kirchner, seit Oktober 2015 Leiter Corporate EH & S bei ALTANA. Nachhaltigkeit soll – genau wie betriebswirtschaftliche Faktoren – zu einer bewertbaren Größe für die Gruppe als Ganzes werden. Damit ist sie künftig in ihrer Bedeutung gleichrangig mit anderen Größen, beispielsweise dem Anlage- beziehungsweise Betriebsvermögen oder der Innovationskraft.

Wichtigste Voraussetzung dafür: Unabhängig von unserem dezentralen Geschäftsmodell müssen wir gesellschaftsübergreifend einheitliche Kriterien etablieren, mit denen die Gesellschaften ihre Nachhaltigkeitsstrategie gestalten. Dazu wiederum ist kontinuierlicher Informationsaustausch untereinander notwendig. Zu diesem Ziel hat der Vorstand auf Anregung von Dr. Kirchner und dessen Vorgänger Dr. Andreas Diez im Oktober 2015 vier ALTANA übergreifende Expertenplattformen ins Leben gerufen.

Gebündeltes Wissen
Auf den Plattformen arbeiten Experten aus aller Welt zusammen. Sie bündeln Wissen zu zentralen Themen, die alle ALTANA Gesellschaften angehen. So schaffen sie Synergien und helfen, Redundanzen zu vermeiden. Das Ergebnis werden weltweit vergleichbare, effiziente und transparente Prozesse sein.

Zu den Themen der Plattformen gehört erstens das Datenmanagement regulatorischer Angelegenheiten. Es umfasst beispielsweise Aspekte wie die europäische Richtlinie REACH, das Globally Harmonized System zur Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) oder regionale Bestimmungen. Zweitens zählt die Frage dazu, wie wir die Lebensmittelverträglichkeit unserer Produkte prüfen und nachweisen. Drittens geht es um die nachhaltige Leistungsfähigkeit unserer Produkte, insbesondere um die Lebenszyklus-Analyse. Viertens schließlich wollen wir die EH & S-Schlüsselindikatoren weiterentwickeln. 

Best-Practice-Modelle
„Die Plattformen bilden einen Rahmen, innerhalb dessen die Gesellschaften Best-Practice-Modelle austauschen und erarbeiten“, erläutert Dr. Kirchner.

Nicht nur intern stehen die Experten der Plattformen als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch nach außen sind sie fachlich versierte Ansprechpartner für Kunden und Geschäftspartner, für die Fachöffentlichkeit sowie Verbände. Stehen künftig beispielsweise neue Gesetze oder Bestimmungen zur Diskussion, die unsere Branche betreffen, so können wir auf das Wissen dieser Experten zurückgreifen, um als Gruppe zur Meinungsbildung beizutragen.

„Am Ende des Tages geht es darum, wie wir unser Wissen noch besser bündeln können“, fasst Dr. Kirchner zusammen. „Nur so können wir unseren Kunden auch weiterhin den Mehrwert bieten, den sie von uns gewohnt sind: verlässliche, umfassende Unterstützung, die weit über Produkte und konkrete Anwendungen hinausgeht.“ Mit einem Wort: Service.

Dr. Gerald Kirchner startete seine Karriere als Leiter Produktentwicklung bei BYK. Anschließend baute er das Innovationsmanagement und die globale Organisation im Bereich Produktsicherheit auf und entwickelte das Nachhaltigkeitsmanagement weiter.

Als Leiter EH & S bei ALTANA will er das Nachhaltigkeitsengagement der Gruppe insgesamt noch besser messbar machen.