
Unternehmensstrategie
Das Geschäft von ALTANA zeichnet sich durch ein überdurchschnittliches und kontinuierliches Wachstum aus. Neben dem operativen Wachstum haben rund 40 Akquisitionen seit 1988 wesentlich zum Erfolg beigetragen. Gezielte Akquisitionen, hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung und die Konzentration auf wachstumsstarke Spezialchemiemärkte steigern nachhaltig den Wert unseres Unternehmens.
Besonders der Forschung und Entwicklung (F&E) kommt bei ALTANA eine große Bedeutung zu. Die hohen Investitionen in F&E sichern unsere Innovationskraft und unseren technologischen Vorsprung. Im Jahr 2011 lagen die Aufwendungen mit etwa 87 Millionen Euro bei rund fünf Prozent vom Umsatz, während der Branchendurchschnitt bei etwa drei Prozent liegt. Zum Ende des Jahres 2011 arbeiteten weltweit im Bereich Forschung und Entwicklung über 800 Mitarbeiter, dies entspricht etwa 16 Prozent der Belegschaft. ALTANA hat mehr als 200 Patent-Familien angemeldet.
In der Regel führen wir unsere Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit eigenen Mitarbeitern durch. Der Schwerpunkt unserer F&E-Tätigkeiten liegt derzeit vor allem in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Technologien und Produkten für schon bestehende Märkte. Dabei wird an einer nachhaltigen Optimierung von Produkten und Herstellungsprozessen gearbeitet.
Darüber hinaus ist es unser Ziel, neue Anwendungsmärkte zu erschließen und das Geschäft mit bestehenden und neuen Kunden auszubauen. Mit Universitäten, Forschungsinstituten oder Lieferanten arbeiten wir eng zusammen.
Das dezentrale Geschäftsmodell von ALTANA mit vergleichsweise selbstständigen Tochtergesellschaften vor Ort bedeutet größtmögliche Flexibilität, Geschwindigkeit und Effizienz. Dazu kommt ein aktives Portfoliomanagement mit selektiven Akquisitionen und Desinvestitionen, um alle Geschäftseinheiten profitabel und wertschöpfend zu führen und neue Geschäftsfelder aufzubauen.
Im Berichtszeitraum haben wir drei Unternehmen bzw. Unternehmensteile akquiriert und uns von einem Geschäftsfeld getrennt. Übernommen wurden für den Geschäftsbereich ELANTAS Electrical Insulation Teile der Quadrant Chemicals Corporation in den USA sowie das Polyurethan-Gießharzgeschäft der schweizerischen ABB Micafil.
Außerdem haben wir im Rahmen eines Asset-Deals das Lackgeschäft der Aquaprint GmbH im niedersächsischen Oyten erworben und in den Geschäftsbereich ACTEGA Coatings & Sealants integriert.
Veräußert wurde das Geschäft für Polyurethanschaum-Stabilisatoren aus dem Geschäftsbereich BYK Additives & Instruments. Zudem wurde im Jahr 2009 eine Produktionsstätte von ECKART in Italien aufgegeben und stattdessen wurden die Kapazitäten am deutschen Stammsitz in Güntersthal erweitert.
Die übernommenen Firmen tragen mit umweltschonenden Produkten zur Nachhaltigkeitsstrategie von ALTANA bei. Darüber hinaus bedeuten Akquisitionen immer auch konkrete Umweltschutzmaßnahmen: Vor jeder Übernahme findet eine so genannte „Environmental Due Diligence“ statt, eine gründliche Überprüfung der Umweltsituation. Geprüft wird die Einhaltung von Gesetzen, z. B. des europäischen Chemikaliengesetzes REACH, oder ob Verunreinigungen von Boden oder Grundwasser vorliegen. Insgesamt liegen ALTANA Erkenntnisse über Bodenkontaminationen an zehn Standorten vor. In allen Fällen ist die Sanierung entweder abgeschlossen oder in Bearbeitung.
