ALTANA

ALTANA’s Cross Divisional Development Program Innovation

Das Cross Divisional Development Program Innovation, kurz CDDPI, ist ein strategisches gemeinsames Projekt der ALTANA Gruppe von ALTANA  Corporate Innovation und ALTANA Corporate HR, das konzernweit eine Kultur des bereichsübergreifenden Denkens fördern soll. Programmverantwortlicher  ist Dr.-Ing. Georg F. L. Wießmeier. Dieses Jahr nehmen drei Mitarbeiter an dem über zwei Jahre laufenden Programm teil, die über einen Zeitraum von jeweils drei bis sechs Monaten in verschiedenen Konzernbereichen – innerhalb und außerhalb Europas – arbeiten. Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit den CTOs der Geschäftsbereiche festgelegt und beziehen sich inhaltlich auf aktuelle Innovationsthemen, die für die ALTANA AG von strategischem  Interesse sind. Jeder Teilnehmer erhält außerdem ein bereichsübergreifendes Projekt zugewiesen, das über die gesamte Programmdauer läuft. Alle CDDPI-Teilnehmer haben im Laufe dieses Jahres mit dem Programm begonnen.

Dr.-Ing. Georg F. L. Wießmeier – CTO ALTANA

„Das Cross Divisional Development Program Innovation (CDDPI) ist ein zentraler Bestandteil der Innovationskultur bei ALTANA. Um vorhandene Synergien nutzen zu können, brauchen wir gut funktionierende Netzwerke und eine höhere Sensibilität für die verschiedenen Kulturen in unseren vier Konzernbereichen. Nur mithilfe starker Netzwerke können wir das Wissen, das jeder einzelne ALTANA Mitarbeiter mitbringt, in seiner ganzen Fülle erschließen. Nur Vernetzung gewährleistet, dass der Wert, den wir aus diesem einzigartigen Know-how schöpfen, mehr ist als die Summe seiner Teile. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit Corporate Human Resources das CDDPI ins Leben gerufen. Um eine hohe Programmqualität zu gewährleisten, werden die Kandidaten und Projekte sehr sorgfältig vom ALTANA Innovation Council und Corporate HR ausgewählt. Die Teilnehmer profitieren von diesem Programm ebenso wie ALTANA als Unternehmen. Ich wünsche unseren Teilnehmern viel Erfolg auf ihrem Weg und viele bereichernde Begegnungen mit neuen Aufgaben, Herausforderungen, Orten und Menschen.”

Dr. Jörg Hinnerwisch

... ist CDDPI-Teilnehmer der ersten Stunde und mittlerweile als Business Development Manager bei ELANTAS tätig. „Die Projekte waren eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Produkte und Kompetenzen der verschiedenen Geschäftsbereiche und die komplexen Strukturen von ALTANA verstehen zu lernen. Am meisten ins Gewicht fallen jedoch die engen Beziehungen, die man auf allen Ebenen knüpfen kann.“

CDDPI-Teilnehmerin Dr. Anna-Maria Pütz

Faces: Warum haben Sie sich für die Teilnahme am CDDP Innovation entschieden?
Pütz: Als ich im November 2010 mit meiner Doktorarbeit fertig war, fiel die Entscheidung für eine Laufbahn in der chemischen Industrie sehr schnell. Ich wusste auch ziemlich genau, was ich machen wollte: Forschung und Entwicklung in einem international operierenden Unternehmen. Bei einer Berufsmesse informierte mich Frau Pfister über das Cross Divisional Development Program Innovation bei ALTANA, das sich nach einer  interessanten und vielseitigen Sache anhörte. Mit dem CDDPI schlägt man
einen anderen als den klassischen Berufsweg ein, kann sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren und mehr Menschen und ihre Sicht des Unternehmens kennen lernen. Die Möglichkeit, durch „Learning on the job“ mit allen vier Geschäftsbereichen vertraut zu werden, macht das CDDPI zu einer einmaligen Chance für graduierte Chemiker!

Faces: Können Sie Ihre Projekte kurz beschreiben?
Pütz: Mein bereichsübergreifendes Projekt ist der Leistungsvergleich
von Innovationsprozessen unserer Kunden, Lieferanten und Konkurrenten. Dabei ist es wichtig, die verschiedenen Innovationsansätze zu verstehen, daraus ein Kriteriensystem abzuleiten und natürlich auch die gewünschten Informationen zu erhalten, was nicht immer ganz einfach ist. Mein erstes Bereichsprojekt besteht darin, nach  Anwendungsmöglichkeiten für ELANTAS Produkte im Photovoltaikmarkt zu suchen. Auf der einen Seite steht die technische Fragestellung: Man muss wissen, welche Ausgangsstoffe verwendet werden, die zugrunde liegenden physikalischen Prozesse verstehen und mögliche Überschneidungen mit vorhandenen oder in Entwicklung stehenden Produkten von ELANTAS erkennen. Auf der anderen Seite geht es um den Markt für erneuerbare Energien und die zahlreichen Möglichkeiten, die er bietet – alles in allem also ein sehr spannendes Thema.

Faces: Wie ist es für Sie, alle paar Monate umzuziehen?
Pütz: Das CDDPI ermöglicht uns, alle vier Geschäftsbereiche ganz praktisch kennen zu lernen. Dass man in dieser Zeit vor Ort präsent sein muss, ist klar, sonst könnte man keine Kontakte zu Kollegen herstellen, wäre nicht in den Arbeitsalltag integriert und würde die Unternehmenskultur von ALTANA nicht in dieser Intensität erleben. Außerdem reise ich gern, deshalb geht es mir mit meinen Bereichsprojekten bei ELANTAS Beck in Hamburg, ECKART in Güntersthal, BYK in Wesel und ACTEGA Artística im spanischen Porrino sehr gut. Wer öfter wechselt, lernt viele Menschen und Kulturen kennen – und, wie in meinem Fall, manchmal auch eine neue Sprache. Man profi tiert also auch auf persönlicher Ebene.

Faces: Wo sehen Sie sich am Ende des Programms?
Pütz: Die Frage kommt etwas früh, weil ich noch mitten in meinem ersten Bereichsprojekt stecke. Im Moment bin ich noch nicht auf ein bestimmtes Umfeld, einen Standort oder eine Aufgabenbeschreibung festgelegt. Ich weiß auch noch nicht, ob ich eher strategisch oder operativ arbeiten möchte. Ich freue mich einfach auf das restliche Programm, weil es noch so viel bei  ALTANA zu entdecken gibt!

CDDPI-Teilnehmerin Dr. Stephanie Arzt

Faces: Warum haben Sie sich für die Teilnahme am CDDP Innovation entschieden?
Arzt: Nach der Promotion wollte ich eine neue Richtung einschlagen, neue Erfahrungen machen und verschiedene Sachen auspro bieren. Für jemanden, der frisch von der Universität kommt, ist das CDDPI eine fantastische Chance, all das zu verwirklichen und gleichzeitig in eine berufl iche Laufbahn zu starten.

Faces: Können Sie Ihre Projekte kurz beschreiben?
Arzt: In meinem bereichsübergreifenden Projekt geht es um technologische
Zukunftsforschung und -analyse. Mein Ziel ist, ein ALTANA Wiki zu entwickeln, mit dem externes Know-how so schnell und einfach wie möglich in das Unternehmen transferiert werden kann. Mein erstes Bereichsprojekt hat Mitte August bei BYK begonnen. Dort werde ich vier Monate lang das Marktpotenzial von BYK Additives & Instruments im Bereich elektronischer Anwendungen untersuchen.

Faces: Wie ist es für Sie, alle paar Monate umzuziehen?
Arzt: Mir fällt das eher schwer – wahrscheinlich werde ich genau dann meine Sachen packen müssen, wenn ich mich in Wesel so richtig eingelebt habe. Aber das Ganze hat natürlich auch viele Vorteile, man kann unterschiedliche Arbeitsplätze testen, eine Weile ins Ausland gehen, alle vier Bereiche gründlich kennenlernen und sich ein engmaschiges persönliches Netzwerk innerhalb des Konzerns aufbauen. Diese wichtigen Vorteile haben mich letztlich überzeugt, die für mich persönlich eher nachteiligen Aspekte in Kauf zu nehmen.

Faces: Wo sehen Sie sich am Ende des Programms?
Arzt: Das ist eine schwierige Frage, die ich als „Programmanfängerin“
noch nicht beantworten kann – schließlich habe ich mich ja gerade deswegen für das CDDPI entschieden, weil ich herausfinden möchte, für welche Position ich am besten geeignet bin und wo ich mich am wohlsten fühle.

CDDPI-Teilnehmer Tristan van Vuuren

Faces: Warum haben Sie sich für die Teilnahme am CDDP Innovation  entschieden?
van Vuuren: Das CDDPI bot mir eine gute Möglichkeit, eine rein vertriebsorientierte Tätigkeit für BYK zu verlassen und zur ALTANA Holding
zu wechseln. Ich fand die Aussicht sehr spannend, mit Kollegen der verschiedenen Bereiche zusammenzuarbeiten und die große Bandbreite dessen, was im Konzern gemacht wird, besser zu verstehen.

Faces: Können Sie Ihre Projekte kurz beschreiben?
van Vuuren: Mein bereichsübergreifendes Thema sind der Entwurf und das Projektmanagement des ALTANA Innovation Portals – ein wirklich interessantes Thema für den Bereich Corporate Innovation, das Einblicke in alle Aspekte des Unternehmens gibt. Vor kurzem habe ich die Arbeit an einer Marktanalyse und Marketingstrategie zum Thema technische Textile bei ECKART kennengelernt.
Dazu war ich etwas mehr als drei Monate in Güntersthal. Das Projekt betreut NOVENTUS, wo ich mich sehr willkommen fühlte. Als nächstes werde ich ein halbes Jahr bei ACTEGA WIT in Lincolnton sein und erfahren, wie das Geschäftsfeld Graphic Arts den Markt für Digitaldruck in den USA erschließen kann.

Faces: Wie ist es für Sie, alle paar Monate umzuziehen?
van Vuuren: Das ist natürlich nicht so einfach, aber auch ganz spannend. Ich versuche, es als Pluspunkt des Programms zu sehen, nicht als persönliches Opfer. Außerdem macht es Spaß, neue Kollegen an neuen Standorten kennen zu lernen und sich mit anderen Kulturen zu beschäftigen. Die persönlichen Beziehungen, die dabei herauskommen, sind unbezahlbar.

Faces: Wo sehen Sie sich am Ende des Programms?
van Vuuren: Ich hoffe, in eine Position zurückkehren zu können, die nach allen Seiten offen ist: strategisch und operativ, technisch und betriebswirtschaftlich. Ich bin gern in Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern und würde am liebsten in einem Bereich arbeiten, wo das möglich ist.