ALTANA

ACTEGA Rhenania:

Barrierebeschichtungen für Verbesserung von Kunststoffverpackungen

Der Geschäftsbereich ACTEGA Coatings & Sealants der ALTANA hat im Bereich ACTEGA Rhenania eine Verbesserung von Kunststoffverpackungen entwickelt. Das Problem: Synthetische Verpackungsmaterialien lassen noch zu viele Gase wie Sauerstoff oder Kohlendioxid durch, was von Geschmacksbeeinträchtigungen bis hin zu Gesundheitsrisiken führen kann.

Diese Durchlässigkeit schränkt den Einsatz von Kunststoffverpackungen z. B. für hochwertige Fruchtsäfte, Fertigsaucen oder Bier ein. Damit die Vorteile solcher Verpackungen trotzdem genutzt werden können, muss die Durchlässigkeit des Materials verringert werden.

Erster Lösungsansatz:

die Entwicklung eines kationischen, UV-härtenden Bindemittelsystems, welches das Eindringen von Gasmolekülen wirksam verhindert. Mit diesem neuartigen Nanocompositsystem, das als Barrierebeschichtung dient, sinkt die Durchlässigkeit der Verpackung auf ein Hundertstel des ursprünglichen Wertes.

Zweiter Lösungsansatz:

ACTEGA Rhenania nutzt das Wissen, dass hauchdünne SiO2-Schichten durch einen Plasmaprozess auf Kunststoffoberflächen aufgebracht werden können, um die Durchlässigkeit für Gase drastisch zu reduzieren. Durch neue Erkenntnisse in der Silanchemie gelingt es, SiO2-Beschichtungen herzustellen, die ähnlich gute Barriereeffekte wie der Prototyp aus dem Plasmaprozess aufweisen - und durch eine Kombination beider Verfahren konnte die Durchlässigkeit nochmals halbiert werden.

Beide Lösungen haben erfolgreiche Testreihen hinter sich und sind im Oktober 2003 beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet worden.